Godwin hat geschrieben:hic hat geschrieben:für mich ist ein soziales Faktum, daß der Mensch in vielen Dingen total unlogisch lebt - und die Welt geht nicht unter und der/diejenige leben bestens damit. Dieses so gestaltete Leben ist ein Faktum, das jede/r gern verteidigt.
Ich getrau mich fast gar nicht das banale Beispiel vom Rauchen/Nichtrauchen anzuführen, wissend, daß fast alle Beispiele hinken - nur schon an dieser alltäglichen "Problematik" scheiden sich die Geister: Jeder weiß, daß Rauchen nicht gesund ist und dennoch gibt es glückliche und gesunde Raucher und kranke und unglückliche Nichtraucher.
Warum sollte es bei dem "unendlichen" Thema GOTT anders sein?
Rauchen ist ein durchaus geeignetes kleines Beispiel, welches auch darauf hinweist, dass Menschen alles andere als vernunfbegabt sind. Beinahe jedes andere Lebewesen, Esel, Ochse, ... erscheint vernunftbegabter, ganz ohne Zigarette, Gott oder Götter. Es käme nahezu einer Erlösung allen anderen Lebens auf der Erde gleich, gäbe es keine Menschen. Die Suche nach oder das Festhalten (wollen) an (einen) Gott kann als ein solches Selbsteingeständnis betrachtet werden, als Zeichen gestörter Lebensfreude, menschlichen Versagens, menschlicher Hilflosigkeit, Verzweiflung und berechtigter Furcht vor sich selbst samt Artgenossen, quasi als Ersatzbefriedigung. Das Thema GOTT ist genau so endlich, wie Menschen selbst.
Mit freundlichen Grüßen, Godwin
Die Vernunft ist sicher keine Rechtfertigung oder Begründung dafür, daß das "Verschwinden" des Menschen für alle andere eine Erlösung ist - die Biologie (mit oder ohne Vernunft) hat halt den Menschen "zugelassen".
Im übrigen kann ich Deiner Argumentation folgen: Die Einsicht über unsere Fehler kann eine enorme Last sein, die - ich würde nicht sagen: Ersatzbefriedigung mit Gott - sondern mit der "Ersatzdroge" Gott leichter wird: einmal gekostet, kommt man von "Gott" nicht weg, bzw. es die Suche nach einer Lösung scheint "ewig" zu sein. Deine Formulierung: Das Thema GOTT ist genau so endlich, wie Menschen selbst. tut dieser "meiner Ewigkeit" keinen Abbruch.
