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Das globalisierungskritische Netzwerk Attac

BeitragVerfasst: Fr 22 Jan, 2010 16:16
von Feyd_Rautha
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac (1)


Wäre ich gegenwärtig noch ein junger Spund, nun, so würde ich die Grünen und die SPD (der Bundesrepublik Deutschland) wie die Pest meiden und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit engagiert & aktiv bei der Linkspartei und bei Attac sein ...


Zweifler am gesellschaftlichen Trend
Steffen Vogel 22.01.2010

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac Deutschland feiert seinen 10. Geburtstag
So ändern sich Zeiten und Überzeugungen. Eine Devisensteuer steht momentan hoch auf der politischen Agenda. Offen bleibt vorerst, welche Form sie annehmen könnte. Für eine Abgabe auf Börsenumsätze werben innerhalb der Bundesregierung die Unionsparteien. Die Regierungen der EU-Länder plädierten hingegen auf ihrem Brüsseler Gipfel im Dezember für eine Steuer auf Finanztransaktionen. Vor zehn Jahren kursierte ein ähnliches Modell unter dem Namen Tobin Tax – und galt als illusionäre Idee.


Prominentester Fürsprecher einer solchen Steuer ist in den Jahren ab 2000 das frisch gegründete deutsche Attac-Netzwerk. Es trägt eine solche Abgabe schon im Namen – Attac steht für "Association pour une taxation des transactions financières pour l'aide aux citoyens", also die "Vereinigung zur Besteuerung von Finanztransaktionen zum Wohl der Bürger". Für seine Kernforderung kassiert Attac schnell Kritik von allen Seiten. Der grüne Vizekanzler Joschka Fischer hat soeben verkündet, man könne keine Politik gegen die Finanzmärkte machen. Entsprechend süffisant kommentiert im August 2001 Wirtschaftsstaatssekretär Alfred Tacke, der Kanzler Gerhard Schröder als Sherpa bei den G8-Gipfeln dient, eine mögliche Devisensteuer:

Es macht sich moralisch und strategisch natürlich gut, wenn man Dinge fordert, die keine Chance auf Realisierung haben. Niemand in den Industriestaaten will die Tobin-Steuer, auch nicht die Bundesregierung. Denn das internationale Finanzsystem ist hoch komplex und hoch leistungsfähig. Falsche Signale können sehr schwer wiegende Folgen haben.
Alfred Tacke

Wenig begeistert reagiert auch ein Teil der außerparlamentarischen Linken. Attac idealisiere den Staat, monieren die Kritiker, so als habe dieser die neoliberale Globalisierung nicht mit voran getrieben. Die Tobin Tax gehe daher von falschen Prämissen aus und sei nicht weit reichend genug.

...



http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31945/1.html

Warum bei beiden Organisationen?

Nun, ganz einfach, ob der ökonomischen Analysen der Gegenwart bei der Linkspartei, ob des Internationalismus bei Attac ... ich glaube, die Verbindung beider in der praktischen wie theoretischen "Arbeit" wäre in diese Kombination sehr angemessen ... nur die Frage der Zeit steht drohend im Raum ... denn allein schon die aktive Arbeit in einer Organisation nimmt die Freizeit großteils in Anspruch ...

Ich glaube - oder sollte ich nicht doch besser schreiben: ich weiß, daß Attac noch lange nicht das Ende der politisch-gesellschaftlichen Fahnenstange erreicht hat ...


Feyd-Rautha

PS Allein wegen des Kotzbrockens Joschka Fischer sollte frau/mann bei Attac aktiv sein!

Re: Das globalisierungskritische Netzwerk Attac

BeitragVerfasst: Fr 22 Jan, 2010 16:53
von xgebux
auf den punkt gebracht.

bin selbst attac-mitglied. bald auch aktiv.

Re: Das globalisierungskritische Netzwerk Attac

BeitragVerfasst: So 24 Jan, 2010 17:40
von Feyd_Rautha
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac (2)


Ich sehe ATTAC nirgends als Konkurrenz zu engagierten linken & grünen Parteien (mit Verlaub meine ich damit nur solch Parteien, die die Zuordnung links & grün inhaltlich verdienen - als abschreckendes Beispiel par excellence: Gerhard Schröder & Joschka Fischer) - ganz im Gegenteil öffnet ATTAC Felder, die vor allem linken & grünen Parteien Früchte erbringen kann, die so - meint im altherkömmlich-klassischen Politiksinn - nicht geerntet werden könnten.

Darum schadet die Mitarbeit bei ATTAC nicht, sie ist eher förderlich der politischen Bewußtseinsbildung und trainiert die ganz wichtige parteiübergreifende Denke & das parteiübergreifende Handel ... ist im Zuge der zukünftigen Mehrparteienregierungen geradezu eine conditio sine qua non der nächsten 10 - 20 Jahre.

Und last but not least verspreche ich mir eine sehr gute internationalistische Rückkoppelung - denn gar zu oft ist noch nationalstaatliches "Mauern" die fette Eisenkugel am Fuß des Vorwärtsschreitens!


Feyd-Rautha