Ich würde ja gern "Asterix'" optimistische Hoffnung betreffend Obamas Schaffenskraft zum Thema 'Change' glauben ... doch die Summe der auflaufenden Nachrichten zur US-Außenpolitik bzw. deren beinhaltende Tendenz sind das Gegenteil von 'Change', schlimmer, schauen wir nach Afghanistan und zur Haiti-Invasion kann (nicht muß!) Obama bei Beibehaltung bzw. Verschärfung der imperialen Aggressivität sogar Bush noch in den Schatten stellen.
Auf den qualitativen Unterschied des Präsidentenwechsel bei John F. Kennedy habe ich ja irgendwo vor Wochen schon hier hingewiesen ...
Mann kann Obamas Außenpolitik ob des einen oder anderen brauchbaren innenpolitischen Handels nicht entschuldigen ... und nicht zuletzt besteht immer ein Zusammenhang von Außen- und Innenpolitik.
Erneuerter Konsens
von Andrew Bacevich
26.02.2010 — World Affairs / Antikrieg.com
In dieser Woche riefen mich einige Reporter an und wollten einen Kommentar zum neuesten Meilenstein im Afghanistankrieg: die Gesamtzahl der amerikanischen Toten in diesem Konflikt hat 1.000 überschritten.
Mein erster Gedanke war, warum wohl jemand auf die Idee kommen kann, diese Angelegenheit sei so bemerkenswert, dass sie einen Artikel verdient. Ich fand, dass das eine dieser Situationen war, in der Journalisten irgendetwas aufschnappen und versuchen, ihm eine Bedeutung zu geben, indem sie Leute (wie mich) dazu bringen, bis dato unbeachtete Aspekte auszugraben.
Die wirkliche Geschichte – die so gut wie niemandem aufgefallen ist – ist diese: In Washington ist der von beiden Parteien getragene Konsens über den unbefristeten globalen Krieg wieder hergestellt worden. Was die nationale Sicherheitspolitik betrifft, ist das wohl die hauptsächliche Errungenschaft der Obama-Administration bis zum heutigen Tag.
Erinnern Sie sich bitte an die unmittelbaren Auswirkungen des 9/11. Präsident Bush und seine Leutnants verloren keine Zeit, um die Vereinigten Staaten von Amerika auf einen globalen Krieg festzulegen. Amerikas Ziel war, den Terror zu eliminieren – vielleicht sogar das Böse selbst – und Demokratie rund um die Welt zu verbreiten. Bush und andere aus seinem inneren Kreis erklärten ganz unumwunden, dass dieses Unterfangen Jahrzehnte, wenn nicht Generationen erfordern wird, bis ein endgültiger Erfolg erreicht werden kann.
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Was uns ziemlich genau wieder an den Punkt bringt, an dem wir nach dem 9/11 waren – außer dass niemand noch länger glaubt, dass der massive Einsatz von militärischer Gewalt die Vereinigten Staaten von Amerika in die Lage versetzen wird, den Terror zu eliminieren – vom Bösen selbst gar nicht zu reden – oder die Demokratie rund um die Welt zu verbreiten. Die Kämpfe gehen weiter. Die Rechnungen steigen. Bis zu welchem Ende?
Ein verflixter Job, Herr Präsident.
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Andrew J. Bacevich ist Professor für Internationale Beziehungen und Geschichte an der Universität Boston. Er schloss 1969 die U.S.-Militärakademie ab und diente später in Vietnam, Deutschland, El Salvador und am Persischen Golf. Seinen Doktortitel erwarb er an der Princeton-Universität im Bereich Geschichte der amerikanischen Diplomatie.
http://www.zmag.de/artikel/erneuerter-konsensEs gibt bei solch gigantischen Herausforderungen wie Krisenökonomie, Kriegsökonomie und Sozial- & Gesundheitspolitik keine 100 Tage, kein Zaudern und Zögern und vor allem kein Anpassen an die US-Soft-Nazis (Reps) ... wer sich auf diese schiefe Ebene willent- & wissentlich begibt, wird über kurz oder lang von den Mechanismen der politischen Selbstzerstörung domestiziert!
Ein wahrlich verflixter Job, Herr Obama!
Feyd-Rautha