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Und der Vatikan lügt wie immer!

Religionen (Spiritualität) und Philosophie

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15 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2

Und der Vatikan lügt wie immer!

Beitragvon Ferenc » Do 14 Aug, 2008 16:39

Hier auszugsweise ein Artikel aus dem Profil dieser Woche, welche die Verwicklung des Vatikan in die Fluchthilfe für hochrangige Nazi und Ustascha Massenmörder unwiderlegbar aufzeigt.

Um diese schmutzigen Pakte mit den Nazis und den Ustascha Mördern zu verschleiern werden halt in alter vatikanischer Verlogenheit dann nach dem Krieg, die Jägerstätters und Kolbes "Heilig " gesprochen, und als Widerstand der Kirche gegen die Nazis umzulügen versucht.


Hier der gekürzte Artikel:


Die Hakenkreuzfahrer: Brisante Details über
die Flucht hochrangiger Nazi-Verbrecher
Wie der Vatikan und das Rote Kreuz mitwirkten
Nazis auf der Flucht: Eichmann und Mengele

Neue Dokumente werfen ein brisantes Licht auf ein besonders dunkles Nach­kriegs­kapitel: die Flucht hochrangiger Nazi-Mörder wie Adolf Eichmann und Josef Mengele nach Südamerika. Der Vatikan und das Rote Kreuz leisteten dabei tatkräftig Mithilfe.

Mehr als dreißig Jahre lang war der verstaubte Aktenschrank in einer Ecke des römischen Palazzo Cesi, des Sitzes der Militäranwaltschaft, mit der Tür zur Wand gestanden. Irgendwann Anfang der sechziger Jahre hatte ihn jemand hierher verräumt, weil sein Inhalt das gute Verhältnis zum NATO-Partner Deutschland hätte trüben können. Immerhin enthielt er von den Alliierten unmittelbar nach Kriegsende angelegte Akten über Gräueltaten der NS-Besatzer in Italien, Zeugenaussagen über Geiselerschießungen, die Namen von SS-Größen und Angaben über deren vermuteten Aufenthalt.

Jetzt apern die alten Papiere nach jahrzehntelanger Lagerung im ewigen Eis der Archive an verschiedenen europäischen Schauplätzen wieder aus. Viele Nationalarchive öffnen ihre Rollschränke, das Rote Kreuz in Genf gewährt Historikern erstmals Zugang zu bisher geheimer Korres­pondenz, und selbst kirchliche Quellen erschließen sich den Forschern nach und nach.
Die nun zugänglichen Dokumente werfen ein neues Licht auf ein bis heute in mystischem Dunkel liegendes Kapitel mitteleuropäischer Zeitgeschichte: die Flucht hunderter NS-Massenmörder nach Süd­amerika.

Der Tiroler Historiker Gerald Steinacher hat nach intensiver Quellen­arbeit die „Rattenlinie“, auf welcher Nazi-Schergen wie Adolf Eichmann und Josef Mengele entkamen, nachgezogen. Steinachers Schluss: Es waren nicht irgendwelche geheimen SS-Bünde wie die sagenumwobene „Odessa“, die den Kriegsverbrechern den Weg nach Übersee wiesen, sondern zwei Institutionen, die über solchen Verdacht erhaben schienen: der Vatikan und das Rote Kreuz. Die bisher umfassendste Darstellung dieses Themas erscheint am Montag dieser Woche in Buchform.
Korridor Südtirol. Bis zu 800 höheren NS-Funktionären, darunter rund 50 Schwerbelasteten, gelang nach Schätzung von Experten die Flucht. Fast alle nahmen den Weg über Italien. Der Mittelmeerstaat war aus mehreren Gründen das ideale Durchgangsland: Zum einen hatten die Alliierten Verwaltung und Rechtsprechung schon unmittelbar nach Kriegsende in die Hände der nationalen Behörden gelegt; zum anderen verfügte Italien über große Häfen, von denen Schiffe in alle Himmelsrichtungen ausliefen; und es hatte mit Südtirol ­einen Eingangskorridor, dessen deutschsprachige Bevölkerung den Nöten der Flüchtenden bisweilen recht aufgeschlossen war.
Vor allem aber nutzten die sich davonmachenden Nazis den Umstand, dass nach Kriegsende Millionen von Europäern heimatlos über den Kontinent und nach Übersee strömten. Allein auf dem Gebiet des heutigen Österreich befanden sich im Frühsommer 1945 rund 1,5 Millionen Ausländer: Volksdeutsche, die ihre Heimat im Osten verlassen mussten; mit den Nazis verbündete Kosaken, die nicht in ihre Heimat zurückkonnten; vor Tito flüchtende Ustascha-Männer aus Kroatien; Juden, die sich nach dem Grauen im KZ nach Paläs­tina durchschlagen wollten.

Ihre Pforte in ein neues Leben war der Brenner. Seine Überwindung hatte fixe Tarife: „Bei Juden wurde meist gewartet, bis sechs Mann beisammen waren, sie wurden pauschal für 4000 Schilling geführt. Namhafte Nationalsozialisten mussten den kostspieligsten Aufwand in Kauf nehmen: 1000 Schilling pro Mann“, schreibt Buchautor Steinacher. Die SS-Bonzen, KZ-Wärter, Gauleiter und Gestapomänner schwammen in diesem Strom der Heimatlosen wie Fische durch die Alpentäler. Simon Wiesenthal berichtete von einem Meraner Gasthof, in dem Holocaust-Opfer und SS-Schergen manchmal die Nacht unter demselben Dach verbrachten, ohne zu wissen, wer da im Nebenzimmer logierte. Ziel der meisten Emigranten war Argentinien, wo seit 1946 der Rechtspopulist Juan Perón regierte. Der Staat am Rio de la Plata war seit jeher deutschfreundlich und hatte als letztes Land der Welt erst am 27. März 1945 auf Druck der USA Deutschland den Krieg erklärt.
Südtirol war eine bequeme Zwischenstation. Wie in Nordtirol, wo es, gemessen an der Bevölkerungszahl, die höchs­te Nazi-Dichte Österreichs gab, waren auch in Südtirol die Sympathien für die NS-„Emigranten“ überdurchschnittlich hoch. So siedelte sich etwa der im Nürnberger Prozess freigesprochene Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht in Meran an, von wo er problemlos auf seine Schweizer Konten zugriff. In einer Pension in Meran, die von einer ominösen „Tante Anna“ geleitet wurde, versteckte sich monatelang der SS-Arzt Emil Gelny, verantwortlich für zahllose Eutha­nasiemorde in Gugging und Mauer-Öhling. Er wanderte später nach Syrien aus. Der sicherste Hafen der flüchtenden Nazi-Bonzen war aber die südlich von Bozen gelegene Weinbaugemeinde Tramin, seit 1933 Hochburg des „Völkischen Kampfrings Südtirol“, einer Organisation, die sich von der NSDAP – vergeblich, wie sich später herausstellte – Hilfe gegen die brutale Italianisierungspolitik Mussolinis erhoffte. Nach Kriegsende hatte der Bürgermeister Schachteln mit Blankoformularen für Identitätskarten beiseitegeschafft. Pures Gold in Zeiten wie jenen.

1950 wurde auf diese Art Adolf Eichmann, der Organisator der Judentransporte in die NS-Vernichtungslager, Bürger Tramins. Der 1906 geborene, in Linz aufgewachsene Sohn eines Buchhalters war schon 1932 in die NSDAP eingetreten, hatte rasch Karriere gemacht und sich von 1935 bis Kriegsende der „Judenfrage“ gewidmet. Innerhalb von 18 Monaten vertrieb er 150.000 Juden aus Wien – ins Exil oder in den Tod. Noch kurz vor Kriegsende arbeitete er hektisch an der Vernichtung der ungarischen Juden.

Persilscheine. Im vertrauten Ausseerland, wohin er sich geflüchtet hatte, entkam Eichmann im Mai 1945 nur knapp der US Army, wurde wenig später dennoch geschnappt und floh abermals. Zwei Jahre lang lebte er unter falschem Namen als Holzfäller in der Lüneburger Heide und verdingte sich nach der Pleite des Betriebs als Gelegenheitsarbeiter. 1950 hatte er genug Geld für die Flucht nach Südamerika angespart. Die Grenze nach Österreich überquerte er bei Kufstein in Bergsteigermontur, mit Tiroler Hut und Gamsbart. Tirol durchquerte Eichmann im Taxi. Am Brenner warteten die Schlepper. Auf Südtiroler Seite angelangt, brachte der Pfarrer von Sterzing den Flüchtling ins Franziskanerkloster Bozen. Den Identitätsausweis verschaffte ihm der Bürgermeister von Tramin per Blankoformular: Nunmehr hieß er Josef Klement, Techniker, geboren 1913 in Bozen.

Eichmann hatte seine Biografie genau abgezirkelt: Er gab sich als einer jener 75.000 „Optanten“ aus, die sich nach dem Hitler-Mussolini-Abkommen von 1939 für eine Auswanderung ins Deutsche Reich entschieden und die italienische Staatsbürgerschaft zurückgelegt hatten – immerhin fast ein Drittel der Südtiroler Bevölkerung. Als Rückkehrer nach Südtirol war er somit staatenlos und berechtigt, einen Pass des Roten Kreuzes zu bekommen. Diesen beantragte Eichmann auch sogleich und fuhr nach Genua, um sich dort am 14. Juni 1950 einzuschiffen. Zielhafen: Buenos ­Aires. Zwei Jahre später holte Eichmann seine Familie nach. 1960 spürten ihn Mossad-Agenten auf und entführten ihn nach Israel. Nach einem aufsehenerregenden Prozess wurde Eichmann 1962 in Tel Aviv gehenkt.

Identitäten. Zwei Jahre zuvor war ein anderer Kriegsverbrecher auf demselben Weg entschlüpft. Josef Mengele, Jahrgang 1911, der Lager-„Arzt“ von Auschwitz, war drei Jahre lang auf einem abgelegenen Bauernhof in Deutschland untergetaucht gewesen, bevor er sich auf den Weg nach Süden machte. Mengele hatte Geld: Seine Familie betrieb einen florierenden Landmaschinenhandel und war froh, den Schwerbelasteten loszuwerden. Wie Eichmann wurde auch Mengele in Tramin mit einem Identitätsausweis versorgt. Jetzt hieß er Helmut Gregor und gab sich – ebenfalls wie Eichmann – als zurückgekehrter Südtiroler aus. Damit stand auch ihm als Staatenlosem der Pass des Roten Kreuzes zu. 1948 schiffte sich Mengele nach Argentinien ein.
Wusste das Rote Kreuz, wem es da zur Flucht verhalf? Die Hilfsorganisation hatte schon während des Krieges eine eher zweifelhafte Rolle gespielt. Ihr Präsident, der Schweizer Carl Jakob Burckhardt, hatte zunächst das Dritte Reich bewundert und war nach Angaben von Zeitzeugen zumindest latent antisemitisch. Spätestens seit 1943 wusste die Führung des Roten Kreuzes von den Vorgängen in den Vernichtungslagern, erklärte sich aber unzuständig: Die Genfer Konvention umfasse nur Kriegsgefangene, nicht jedoch zivile Gefangene, verteidigten sich die RK-Granden, als sie nach Kriegsende unter Beschuss kamen. So Nazi-affin agierte das Rote Kreuz, dass die US-Aufklärung 1944 in einem Dossier zum Schluss kam: „Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz wird wahrscheinlich vom deutschen Geheimdienst gesteuert.“

Die Ausgabe der von den meisten Regierungen anerkannten Rotkreuzpässe war zunächst ein Gebot der Stunde gewesen, um der gewaltigen Flüchtlingsströme Herr zu werden. Aber selbst als 1947 ruchbar wurde, dass sich dutzende Kriegsverbrecher mit diesem Papier aus dem Staub gemacht hatten, änderte man die Praxis nicht. Noch verwerflicher war freilich das Agieren des Vatikans. Rom hatte nach Kriegsende die Pontifica Commissione Assistenza eingerichtet, die ebenfalls Identitätskarten ausstellte. Diese Ausweise wurden allerdings nur von wenigen Regierungen anerkannt. Umso wirkungsvoller war ein Persilschein des Vatikans beim Ansuchen um einen Pass des Roten Kreuzes. So hatte sich auch Adolf Eichmann ein Empfehlungsschreiben der Pontifica Commissione besorgt, das von Pater Eduard Dömöter unterschrieben war. Dömöter war engster Mitarbeiter von Bischof Alois Hudal. Der 1885 in Graz geborene Hudal hatte im Vatikan Karriere gemacht und war von der Idee beseelt, den Nationalsozialismus zu verchristlichen. 1937 verfasste er das Buch „Die Grundlagen des Nationalsozialismus“, das er Hitler mit der Widmung „Dem Siegfried deutscher Größe“ zueignete. Hudal war überzeugter Antisemit und hatte die Nürnberger Rassengesetze überschwänglich begrüßt.

Nazi-Quartiergeber. Weder Papst Pius XII. noch dessen engster Mitarbeiter, Staats­sekretär Giovanni Montini (der spätere Papst Paul VI.), stießen sich an den Aktivitäten Hudals. Zumindest Montini, der die Aufsicht über die Pontifica Commissione hatte, musste über einen entsprechenden Informationsstand verfügen. Immerhin hielten sich in Hudals Haus ständig mindestens fünf flüchtige Nationalsozialisten auf. Selbst die schlimmsten Kriegsverbrecher konnten auf Hudal zählen. So bereitete er 1948 minutiös die Flucht Franz Stangls vor. Stangl, geboren 1908 in Altmünster, war Verwaltungsleiter der Vernichtungsanstalt Hartheim in Oberösterreich und später Kommandant der Todeslager Treblinka und Sobibor. 1948 gelang ihm die Flucht aus einem Linzer Gefängnis. Rasch schlug er sich nach Rom durch, wo ihn ein Kamerad in das Haus Hudals brachte. Nachdem man Stangl 1967 im brasilianischen São Paulo verhaftet und an Deutschland ausgeliefert hatte, beschrieb er die Begegnung mit Hudal: „Der Bischof kam in das Zimmer, in dem ich wartete, streckte mir beide Hände entgegen und sagte: ,Sie müssen Franz Stangl sein.‘“ In den folgenden Wochen jobbte der Massenmörder über Vermittlung Hudals in einer vatikanischen Bibliothek, ehe er mit einem Rotkreuzpass in sein erstes Exilland Syrien abreiste. Stangl starb 1971 in einem deutschen Gefängnis.

Der Greis auf der Vespa. Der SS-Offizier Erich Priebke, Jahrgang 1913, hatte seine Gräueltaten in Italien selbst verübt, wo er als Vergeltung für Partisanenüberfälle hunderte zivile Geiseln erschießen ließ. Nach Kriegsende verbargen ihn Franziskanerpatres auf Bitten Hudals in einem Kloster bei Bozen. 1948 setzte sich Priebke nach Argentinien ab. Anfang der neunziger Jahre ausgeforscht, wurde Priebke nach Italien überstellt und 1998 zu lebenslanger Haft verurteilt, die jedoch in Hausarrest umgewandelt wurde. Seit 2007 darf er sich wieder frei in Rom bewegen. Dort sieht man den rüstigen Greis oft mit einem Betreuer auf der Fahrt zum Einkaufen am Soziussitz einer Vespa. Auch der Wiener SS-Gruppenführer Otto Wächter, verantwortlich für Massenmorde in Galizien, logierte bei Hudal. Der Bischof hatte ihn in einem Kloster in Rom untergebracht, in welchem er 1949 starb. Durch Wächters Tod wurden allerdings erstmals Hudals Aktivitäten einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Der Vatikan sah sich gezwungen, den Geldhahn zuzudrehen. Hudal wurde freilich längst auch vom US-Geheimdienst OSS finanziell unterstützt, den er davon überzeugt hatte, seine Aktivitäten würden ausschließlich dem Kampf gegen den Kommunismus dienen. „Das war auch das zentrale Interesse des Papstes“, meint Buchautor Steinacher. „Gerade in Italien waren die Kommunis­ten stark. Ihren Regierungseinzug zu verhindern war das Ziel, dem auch der Vatikan alles unterordnete.“ Und Antikommunisten waren die Nazis allemal.
Erst die dezidierte Forderung der österreichischen Bischofskonferenz zwang Hudal 1952 zum Amtsverzicht. Er zog sich verbittert in eine kleine Villa bei Rom zurück, wo er 1963 starb.

Aber Hudal war nicht der einzige Helfer der Nazi-Größen. So lotste etwa der im Vatikan für die kroatischen Katholiken zuständige Pater Krunoslaw Draganovic den Chef des mit Hitler kooperierenden kroatischen Ustascha-Staates, Ante Pavelic, ins argentinische Exil. Pavelic war für den Tod zehntausender Serben, Juden und Roma verantwortlich. Draganovic stattete auch den „Schlächter von Lyon“ genannten Klaus Barbie, einen Folterknecht der schlimmsten Sorte, mit einem vatikanischen Passierschein aus. Barbie hatte aber auch noch andere Schutzherren: Der US-Geheimdienst CIC heuerte ihn 1951 an und brachte ihn nach Bolivien, wo Barbie in „Sicherheitsakademien“ der Militärjunta Folterer für den Kampf gegen die linke Guerilla ausbildete. Nebenbei fädelte er für die österreichische Steyr AG Panzergeschäfte in Südamerika ein. Als 1983 in Bolivien eine demokratische Regierung an die Macht kam, wurde Barbie festgenommen und an Frankreich ausgeliefert. Er starb 1991 in französischer Haft an Krebs.

In den neunziger Jahren flammte eine längst überfällige Debatte über die Rolle der Kirche als Fluchthelfer von Kriegsverbrechern auf. Papst Johannes Paul II. zeigte wenig Einsicht. „Die Arbeit der päpstlichen Hilfskommission als Unterstützung zur Flucht von Kriegsverbrechern darzustellen ist historisch falsch“, ließ er über seinen Sprecher Navarro-Vals mitteilen. Roma locuta – causa finita.

Schlepper. Nicht immer ging die Flucht der NS-Bonzen glatt. Der frühere Gestapo-Chef von Linz, Gerhard Bast, war wie viele seiner Gesinnungsfreunde in Südtirol untergetaucht. Seinen Rotkreuzpass, lautend auf den Namen Franz Geyer, und das Visum für Argentinien hatte er bereits in der Tasche, er wollte aber noch einmal seine in Innsbruck lebende Frau besuchen. Bast heuerte einen Schlepper an, einen 25-jährigen Hilfsarbeiter aus Brennerbad, der ihn nach Österreich und später zurück nach Italien bringen sollte. Nahe der Pass­höhe zog der Schlepper eine Pistole und erschoss Bast – offenbar in der Hoffnung auf Beute. Basts Sohn Martin Pollack, bis 1998 Korrespondent des „Spiegel“ in ­Wien, hat das Leben und Sterben seines Vaters 2004 in einem Roman verarbeitet („Der Tote im Bunker“, Zsolnay Verlag).

Auf der österreichischen Seite des Brenners, in Gries, war der Gastwirt Jakob Strickner der begehrteste Schlepper. Strickner hatte auch dem KZ-Arzt Josef Mengele den Weg in den Süden gewiesen. Nach 1945 war Strickner 24 Jahre lang ÖVP-Bürgermeister von Gries am Brenner. 1985 deckte die „Bunte“ die Vergangenheit des nunmehrigen Ex-Bürgermeis­ters auf. Damals wurde auch bekannt, dass Strickner schon 1934 der SS beigetreten war und bei den Novemberpogromen 1938 die Wohnungen von Innsbrucker Juden geplündert hatte. Daraufhin entschuldigte sich der damals amtierende Bürgermeister von Gries, Andreas Hörtnagel, bei den Holocaust-Opfern für die Taten seines Amtsvorgängers. Strickner klagte Hörtnagel wegen Ehrenbeleidigung, blitzte aber vor Gericht ab. 1992 wurde Hörtnagel abgewählt, weil er 20 rumänische Asylanten in der Gemeinde aufgenommen hatte.

Oft war es gar nicht nötig, das Risiko der Flucht zu wagen, wie das Beispiel von Karl Hass zeigt, einem SS-Sturmbannführer, der gemeinsam mit Priebke in den ardeatinischen Höhlen hunderte Geiseln hatte erschießen lassen. Hass, geboren 1912 in Kiel, lebte nach dem Krieg abwechselnd in Österreich und in Italien und wirkte, obwohl auf der Fahndungsliste stehend, 1969 sogar in einer Nebenrolle im Visconti-Film „Die Verdammten“ mit. Er spielte – sehr glaubhaft – einen NS-Offizier. Hass starb 2004 in einem römischen Altersheim.





Von Herbert Lackner


Aber der Vatikan war ja immer schon gegen die Nazis! :lol: :o :o




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Beitragvon Archivar » Fr 15 Aug, 2008 10:15

Werte Mitschreiber, liebe Leser!

Wäre der Vatican ein Staat wie jeder andere, seine Geheimdienste wie alle anderen, seine Botschafter (Nuncius) wie alle anderen - dann wäre die Behauptung des Themenstarters wohl nur eine Binsenweisheit, der Verdacht läge nahe, dass es sich um Konkurrenzdenken handelt (siehe Kalter Krieg). Da all die angeführten Junktimierungen NICHT zutreffen, kann ich sowohl dem Artikel-Schreiber als auch dem User Ferenc nur zu ihrem Mut gratulieren - oder sollte ich besser ÜBERmut sagen?

Wenn ein VERLEUMDER (=Teufel) die ganze Menschheit an den Rand des Abgrundes führt und ihnen dann einredet, sie sind nur mehr EINEN SCHRITT vom Paradies entfernt - dann ist das ein Verbrechen mit Satire. Wenn ein TEUFEL all dies aber im NAMEN GOTTES macht - dann ist dass eine Verlade mit Verbrechen. Und zu allen Zeiten waren die Priester des HERRGOTT'S (absichtlich so geschrieben) die obersten Handlanger und Komplitzen des VERLEUMDERS. Weshalb auch so viele Menschen ihren Glauben an GOTT verloren haben - auch wenn er Allah oder Elohim heisst ...

Der logische Schluss: Ungeachtet der Tatsache, ob man sich sein Grundvertrauen in GOTT hat rauben lassen - oder nicht - muss es oberste Priorität haben, die Menscheit von diesen PARASITEN (HERRGOTT-Priester und ihre Verbündeten) zu befreien. Weil nicht nur das HEIL der einzelenen Menschen in Frage gestellt ist, sondern die Existenz einer FREIEN und MÜNDIGEN Menschheit.

Läge die Faktenlage für jedermann so offen wie oben geschildert, wäre es wohl ein Leichtes, die Fanatiker im Sold des HERRGOTT's und seiner Geliebten, der HIMMELSKÖNIGIN (=Astarte, Isis) unschädlich zu machen. Aufgrund jahrhundertelanger Verdummung und strategischer Desinformation der Massen ist es aber nur einer sehr kleinen Elite einsichtig, warum von den "frommen" Priestern in ihren Büsserkutten eine Gefahr für das Fortbestehen der Menschheit ausgeht. Daher ist es sehr mutig, hier in einem öffentlichen Forum ein so heisses Eisen anzufassen ...

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Re: Die Gummiwand der Desinformation kann nicht mit Gewalt .

Beitragvon Ferenc » Fr 15 Aug, 2008 10:54

Archivar hat geschrieben:Werte Mitschreiber, liebe Leser!

Wäre der Vatican ein Staat wie jeder andere, seine Geheimdienste wie alle anderen, seine Botschafter (Nuncius) wie alle anderen - dann wäre die Behauptung des Themenstarters wohl nur eine Binsenweisheit, der Verdacht läge nahe, dass es sich um Konkurrenzdenken handelt (siehe Kalter Krieg). Da all die angeführten Junktimierungen NICHT zutreffen, kann ich sowohl dem Artikel-Schreiber als auch dem User Ferenc nur zu ihrem Mut gratulieren - oder sollte ich besser ÜBERmut sagen?

Wenn ein VERLEUMDER (=Teufel) die ganze Menschheit an den Rand des Abgrundes führt und ihnen dann einredet, sie sind nur mehr EINEN SCHRITT vom Paradies entfernt - dann ist das ein Verbrechen mit Satire. Wenn ein TEUFEL all dies aber im NAMEN GOTTES macht - dann ist dass eine Verlade mit Verbrechen. Und zu allen Zeiten waren die Priester des HERRGOTT'S (absichtlich so geschrieben) die obersten Handlanger und Komplitzen des VERLEUMDERS. Weshalb auch so viele Menschen ihren Glauben an GOTT verloren haben - auch wenn er Allah oder Elohim heisst ...

Der logische Schluss: Ungeachtet der Tatsache, ob man sich sein Grundvertrauen in GOTT hat rauben lassen - oder nicht - muss es oberste Priorität haben, die Menscheit von diesen PARASITEN (HERRGOTT-Priester und ihre Verbündeten) zu befreien. Weil nicht nur das HEIL der einzelenen Menschen in Frage gestellt ist, sondern die Existenz einer FREIEN und MÜNDIGEN Menschheit.

Läge die Faktenlage für jedermann so offen wie oben geschildert, wäre es wohl ein Leichtes, die Fanatiker im Sold des HERRGOTT's und seiner Geliebten, der HIMMELSKÖNIGIN (=Astarte, Isis) unschädlich zu machen. Aufgrund jahrhundertelanger Verdummung und strategischer Desinformation der Massen ist es aber nur einer sehr kleinen Elite einsichtig, warum von den "frommen" Priestern in ihren Büsserkutten eine Gefahr für das Fortbestehen der Menschheit ausgeht. Daher ist es sehr mutig, hier in einem öffentlichen Forum ein so heisses Eisen anzufassen ...

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Ich halte den Teufel als Wesen, für eine der üblichen schmutzigen Erfindungen der Paffen, um mit Angst und Schrecken die "Schäfchen" sprich die "Gläubigen" gefügig und melkwillig, servil, gegen Kindesmissbrauch und jedwede Bereicherung der Katholenpaffen machen zu können.

Trotzdem berühren mich die irgedwie doch wieder wahren, und in ihrem Kern prophetischen Worte, welche Dostojewski in den Brüdern Karamasow dem Großinquisitor Thomas de Torquemada im Gespräch mit Jesus welcher fiktiv im Sevilla der Inquisition aufs neue herabgestiegen war, sehr merkwürdig:

Wir (Die katholische Kirche) sind schon lange Zeit nicht mehr mit dir (Gott, Jesus) im Bunde, sondern mit ihm (Dem Teufel) schon acht Jahrhunderte ist es her, das wir vonn ihm annnahmen, was du unwillig zurückwiesest, jene letzte Gabe, die er dir anbot, als er dir alle Reiche der Erde zeigte. Wir haben von ihm Rom empfangen, und das Schwert des Kaisers und haben uns selbst als die Herren der Erde, als ihre einzigen Herren erklärt usw.


Genialer kann man die Katholenpfaffen in ihrer nimmersatten Gier nach Macht, Pracht, und Reichtum nicht beschreiben!


Gruß

Ferenc
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Re: Die Gummiwand der Desinformation kann nicht mit Gewalt .

Beitragvon Archivar » Fr 15 Aug, 2008 12:05

Ferenc hat geschrieben:Ich halte den Teufel als Wesen, für eine der üblichen schmutzigen Erfindungen der Paffen, um mit Angst und Schrecken die "Schäfchen" sprich die "Gläubigen" gefügig und melkwillig, servil, gegen Kindesmissbrauch und jedwede Bereicherung der Katholenpaffen machen zu können.

Trotzdem berühren mich die irgedwie doch wieder wahren, und in ihrem Kern prophetischen Worte, welche Dostojewski in den Brüdern Karamasow dem Großinquisitor Thomas de Torquemada im Gespräch mit Jesus welcher fiktiv im Sevilla der Inquisition aufs neue herabgestiegen war, sehr merkwürdig:

Wir (Die katholische Kirche) sind schon lange Zeit nicht mehr mit dir (Gott, Jesus) im Bunde, sondern mit ihm (Dem Teufel) schon acht Jahrhunderte ist es her, das wir vonn ihm annnahmen, was du unwillig zurückwiesest, jene letzte Gabe, die er dir anbot, als er dir alle Reiche der Erde zeigte. Wir haben von ihm Rom empfangen, und das Schwert des Kaisers und haben uns selbst als die Herren der Erde, als ihre einzigen Herren erklärt usw.


Genialer kann man die Katholenpfaffen in ihrer nimmersatten Gier nach Macht, Pracht, und Reichtum nicht beschreiben!

Gruß Ferenc


Servus Ferenc!

Die letzte Versuchung Jesu ist ZUGLEICH auch eine Versuchung für all seine Nachfolger: Auf Gott vertrauen oder lieber GLEICH die Sache selbst in die Hand nehmen. Das Dostojewsky dies so schön und deutlich in seinem Drama ZEICHNET, zeugt von seiner Genialität. Einsehen muss es trotzdem JEDER FÜR SICH.

Auch ich stand vor dieser Entscheidung - MACHT VOM TEUFEL oder OHMACHT DER LIEBE. Ich habe mich auch GEGEN die dunkle Füstin entschieden (für mich ist der Teufel weiblich). Und darf es seither täglich büssen. Aber immer noch besser als ihr aus der Hand fressen ...

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Re: Die Gummiwand der Desinformation kann nicht mit Gewalt .

Beitragvon Querulator » Fr 15 Aug, 2008 12:19

Archivar hat geschrieben:...

Und zu allen Zeiten waren die Priester des HERRGOTT'S (absichtlich so geschrieben) die obersten Handlanger und Komplitzen des VERLEUMDERS. Weshalb auch so viele Menschen ihren Glauben an GOTT verloren haben - auch wenn er Allah oder Elohim heisst ...

...

... und damit hat der "Verleumder" die Erfolge erzielt, von denen er heute zehrt.

Mit halben Wahrheiten kann man am wirksamsten lügen.
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Re: Die Gummiwand der Desinformation kann nicht mit Gewalt .

Beitragvon Querulator » Fr 15 Aug, 2008 12:29

Ferenc hat geschrieben:... Großinquisitor Thomas de Torquemada ...

Ich habe mich bisher nicht um diesen Namen gekümmert, aber wenn ich ihn bei meinem heutigen Kenntnisstand lese, erscheint er mir sehr sprechend.

Thomas - "der ungläubige Thomas"
torque - abgeleitet vom lateinischen "torquere" - drehen, winden, lenken, leiten, verzerren, martern, quälen
mada (םרע) - hebr.:[/i] - Wissenschaft

Andere Deutung:

torre [i]f
- [i]span.:[/i] - Turm
quemada - [i]span.:[/i] verbrannt

(Die halte ich aber mangels eines R für weniger wahrscheinlich.)
Zuletzt geändert von Querulator am Fr 15 Aug, 2008 13:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Löweherz » Fr 15 Aug, 2008 13:49

Tja und in 20 - 30 jahren werden wir erfahren welche rolle der Vatikan in der zerschlagung Jugoslawiens gehabt hat

Wie zum beispiel Hohe kredite undter 1% zins für kroatien (für waffenkäufe)

In Kroatien werden heute von den Priestern misen ambgehalten für Ante Pavelic und Artukovic die Köpfe des Ustascha regimes aus dem 2 wk
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Beitragvon Ferenc » Fr 15 Aug, 2008 16:54

Löweherz hat geschrieben:Tja und in 20 - 30 jahren werden wir erfahren welche rolle der Vatikan in der zerschlagung Jugoslawiens gehabt hat

Wie zum beispiel Hohe kredite undter 1% zins für kroatien (für waffenkäufe)

In Kroatien werden heute von den Priestern misen ambgehalten für Ante Pavelic und Artukovic die Köpfe des Ustascha regimes aus dem 2 wk


Der kroatische Erzbischof Alozije Stepinac welcher beweisbar in den Massenmord an den Serben verwickelt war, ist längst "Heilig" gesprochen worden!

Heilig, heilig!


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Beitragvon Löweherz » Fr 15 Aug, 2008 17:13

Ferenc hat geschrieben:Der kroatische Erzbischof Alozije Stepinac welcher beweisbar in den Massenmord an den Serben verwickelt war, ist längst "Heilig" gesprochen worden!

Heilig, heilig!


Ferenc


Tja und was soll ich als Ortodoxer-Serbe jetzt noch zu dem ganzen thema schreiben.

Das traurige ist das sich die geschichte fast 1:1 wiederholt hat im letzten balkan krieg.

Der westen mit den Vatikan hat in kroatien die alten geister wieder rausgelassen (Ustasa) damit das projekt zerschlagung Jugoslawiens ein erfolg wird.
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Kirche = Kirche. Ob west oder ost ...

Beitragvon Archivar » Sa 23 Aug, 2008 13:34

Löweherz hat geschrieben:Tja und was soll ich als Ortodoxer-Serbe jetzt noch zu dem ganzen thema schreiben.

Das traurige ist das sich die geschichte fast 1:1 wiederholt hat im letzten balkan krieg.

Der westen mit den Vatikan hat in kroatien die alten geister wieder rausgelassen (Ustasa) damit das projekt zerschlagung Jugoslawiens ein erfolg wird.


@ Löweherz

Hegemonie ist das Zauberwort, zu deutsch: VORherrschaft, also Fädenzieher zu sein, für die vielen EITLEN Marionetten auf der politischen und militärischen WeltBÜHNE ...

Die "Zerschlagung Jugoslawiens" ist dabei weniger bedauerlich als die Zementierung ALTER BRÜCKENKÖPFE. Schon die Medici haben Kroatien als Aufmarschgebiet gegen den Osten gehalten. Seit damals ist ja auch die Aufteilung des Balkan in drei Teile sakrosankt: katholischer Westen, orthodoxer Osten, muslemischer Süden ...

Heute ist die Sache allerdings um einiges komplizierter geworden (der inzw. verstorbene Bundeskanlzer a.D., Fred Sinowatz hat dies so trefflich bemerkt). Nicht nur der Vatikan im Bandel mit der amerik. CIA zieht am Balkan die Fäden, auch freimaurerische Götzen wie die EU und weniger bekannte ...

Im übrigen: Die Rolle der orthodoxen Kirche in Sowjet-Zeiten harrt auch noch ihrer Aufarbeitung. Es ist nämlich keineswegs so, dass im Westen die Korruption erfunden wurde ...

aus dem (antikorruptions) Archiv
Was da (ist) - ER war längst (da);
und was (immer) werden soll - ER war längst (da);
und DER Gott sucht das Versprengte ...
Worte Qohelets ben Davids
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