Wer spendet nicht mal alte Kleidung in so eins der aufgestellten Container, in der irrigen Meinung, diese Spenden kämen - wie früher vor 20 Jahren noch (damals an die Caritas) notleidenden Menschen zugute? Eigentlich gedacht: für Arme hierzulande. Oder zumindest für Arme sonstwo. Oder zumindest bei WAMS in einheimische Second-Hand-Läden für Leute mit geringem Einkommen.
Aber nein, das ist jetzt durch menschliche Ratten ohne Ethik so ein richtiges Geschäft geworden, man verkauft die Sachen nach Afrika, und dort werden sie von WOHLHABENDEN Afrikaner gekauft. Wobei die Ratten Nr. 2, chinesische Geschäftemacher, auch noch gefälschte westliche Altkleider nachproduzieren, weil die chinesischen Produktionen einen miserablen Ruf haben. Offenbar ist das ein riesiger Markt. Man setzt noch eins drauf und macht ein eigenes Label (!) und täuscht mit dem Geld angebliche Hilfsprojekte vor. Aasgeier allesamt.
Also besser wegwerfen oder wirklich denen schenken, die es brauchen, z.B. in Asylheimen, Obdachlosenheimen, Pfarrämter usw. Oder selbst an Second-Hand-Laden verkaufen!
Ich ärgere mich jedenfalls grün und blau, fast neue Kleidung weggeschenkt zu haben im guten Glauben, denn ich hätte sie besser selbst verkauft. So kassiert die afrikanische Mafia durch meine Gutmütigkeit.
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http://derstandard.at/?url=/?id=1242317056994, aus: derStandard.at, Rubrik Panorama - Chronik, 1. Juni 2009:
"Altkleider-Sammlung. Wenn die Spende zur Ware wird."
" (...)Gewand zusammen schnüren, Klappe auf, in die Altkleiderbox werfen, Klappe zu. Als Bonus stellt sich ein positives Gefühl ein, damit etwas Gutes zu tun. Doch hilft das "Gewand aus dem Westen" wirklich immer ärmeren Menschen? Und freuen sich zum Beispiel AfrikanerInnen wirklich über ungeliebte Karottenjeans und muffige Pullover? Markus Hafner, Coelestine Engels und Christof Berthold sind nach Tansania gereist und haben das alte Gewand zurück importiert, um damit eine Gewandkollektion zu produzieren. Die Mode ist unter dem Label "MitumBACK" erhältlich und will die Geschichte von Globalisierung und unfairer Preispolitik erzählen.
Das Geschäft mit der Spende: Mitumba, so heißen in Tansania ausrangierte Textilien, die aus überquellenden europäischen Kleiderschränken in kommerzielle Altkleidercontainer wandern, um danach auf dem afrikanischen Markt verkauft zu werden. "Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre gab es eine Wirtschaftskrise in Tansania, da ist viel wirtschaftliche Kraft den Bach runter gegangen. Damals haben Altkleidersammlungen begonnen. Das hat inzwischen eine wirtschaftliche Größenordnung erreicht und allein 2005 circa eine Milliarde Dollar weltweit ausgemacht", sagt Hafner im Gespräch mit derStandard.at.
(...)MitumBACK hat ein kleines Atelier im ersten Wiener Gemeindebezirk, in dem die letzten Stücke der ersten Kollektion gelagert werden. Die Textilien haben unterschiedliche Qualität, einige sind in gutem Zustand, andere wirken bereits sehr abgetragen. Die Materialien erzählen die Geschichten ihrer TrägerInnen und ihrer Herkunft. Die Bekleidung aus Europa und den USA hat einen guten Ruf, sagt Hafner. "Das verändert sich jedoch mit den Importen von Billigprodukten aus China. Daher gibt es mittlerweile sogar gefälschte Altkleider aus China. Das soll bessere Qualität suggerieren", fügt der Medienkünstler hinzu.
Das zurückgekaufte Gewand lassen die Drei von fair bezahlten, afrikanischen Näherinnen mit handgefertigten Etiketten neu labeln. Auf dem Schild prangt ein "M" und das Emblem einer Rückspultaste. "Wir wollen die Richtung des globalisierten Prozesses umkehren", sagt Hafner. Aus der Ware wird die Spende und aus der Spende die Ware. Ziel der Aktion: Der/die TrägerIn kann Teil der Geschichte des Bekleidungsstücks werden. Denn Kommunikation funktioniert über Kleidung, auch abseits von flotten Sprüchen oder schrillen Designs. "Wir wollen die Flagship Stores persiflieren, daher auch der Ausdruck 'a label trans fair'", sagt Berthold.
Hafner, der Anthropologe Berthold und Engels, eine bildende Künstlerin, haben circa 120 Stücke nach Europa zurück geholt und zum Teil ihrer Kollektion gemacht. Der Gewinn wird als Spende und als Finanzierung der nächsten Reise nach Tansania verwendet, wo sie zum Beispiel in Schulen gehen und mit Kindern über Globalisierung sprechen. Wissen ist Macht: Das Gespräch mit den BewohnerInnen von Tansania soll ein erster kleiner Schritt sein, um emanzipatorische Strutkuren zu schaffen.
Es gebe schon eine konkrete Idee fĂĽr eine Spende, sagt Engels: "Die 200 Kinder der Schule in Tansania, die wir besucht haben, hatten gemeinsam fĂĽnf SchulbĂĽcher." Die Unterrichtsmaterialien werden sie gleich direkt in Tansania kaufen und nicht in Ă–sterreich und verschicken.
(...)Engels, Berthold und Hafner haben die Erfahrung gemacht, dass die Altkleider nicht unbedingt Bedürftigen zu Gute kommen - falls sie überhaupt in den ärmeren Ländern in Afrika ankommen und nicht in einem Second Hand Geschäft in Europa landen. "Das Gewand ist in Wahrheit richtig teuer in einem Land wie Tansania. Wir haben einmal umgerechnet, dass ein T-Shirt bei uns um die 1400 Euro kosten würde", sagt Hafner. "(...)Die Label von MitumBACK werden per Hand gestickt und die Kollektion hat eine fixe Auflage. "Im Gegensatz zu multinationalen Konzernen haben wir es geschafft, die Näherinnen zu fragen, wie viel sie für ihre Arbeit bezahlt bekommen wollen. Die Konzerne halten die Leute an der kurzen Kette." Der Begriff "Trainsfair" stehe dafür, dass die Mitglieder von MitumBACK Respekt vor den Arbeiterinnen haben, sagt Hafner, denn "eine kleine Frage macht den großen Unterschied."
Die faire Preispolitik wird mit den KundInnen fortgesetzt. Bei der ersten Kollektion gab es drei Kategorien, die Leute konnten wählen, wie viel sie zahlen wollten. Der "unfaire Preis" ist mit Billigprodukten großer Kleiderketten zu vergleichen und bewegt sich zwischen drei bis fünf Euro für ein Shirt. Der Handelspreis liegt schon etwas höher und ist relativ fair. Der Luxus- und Markenpreis ist hoch und entspricht einer tatsächlich fairen Bezahlung. Das Fazit nach der ersten Kollektion fällt ernüchternd aus, wie Hafner erzählt: "Die KundInnen haben meist den Flohmarktpreis, oder knapp darüber bezahlt. Den Kollektionspreis hat keineR bezahlt." (Julia Schilly, derStandard.at, 1. Juni 2009)"
