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Frauen verdienen 20% weniger für dieselbe Arbeit?!?

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Re: Frauen verdienen 20% weniger für dieselbe Arbeit?!?

Beitragvon kaulli » Do 24 Jun, 2010 10:38

temotshin hat geschrieben:Ich nehme mal an, dass da jeder senie eigenen Leitlinien hat ;-). In jedem Lokal ist der Cocktail härter oder weicher^^


Es gibt aber gesetzlich vorgeschriebene Maßeinheiten, ich kann nicht einfach in meinem Lokal für das große Bier 1/4 l und für das kleine Bier 1/8 l nehmen, oder wenn jemand einen Martini bestellt, dem Gast ein Schnapsglas mit 2cl servieren, soweit geht die Freiheit des Wirtes nicht !

Aber zum Thema: Man kann einen Unternehmer zwingen, einem Koch und einer Köchin den gleich hohen Lohn zu bezahlen (Kollektivlohn), man kann ihn auch zwingen, beim Inserat *suche Koch/Köchin* schreiben, wenn dann Koch und Köchin sich vorstellen kommen, kann den Unternehmer niemand daran hindern, dass er den Koch auswählt und ihm dann 200,- € über dem vorgeschriebenem Kollektivlohn bezahlt.
Das einzige, was die Vorschrift *Koch/Köchin* schreiben zu müssen, bewirkt, dass für die Köchin der Weg umsonst war.
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Re: Frauen verdienen 20% weniger für dieselbe Arbeit?!?

Beitragvon denkanstoesse » So 18 Jul, 2010 12:57

Aus Anlass der erneuten Forderungen nach einer Frauenquote aus der SPÖ, klassisches Sommerloch Thema, hier ein Link zu einem Kommentar, warum Frauenquoten der falsche Weg sind, um Frauen einen Einstieg in die Führungsebenen zu bahnen.


http://denkanstoesse.twoday.net/stories ... rdert-ern/
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Re: Frauen verdienen 20% weniger für dieselbe Arbeit?!?

Beitragvon Mittelfranke » Di 28 Feb, 2012 22:03

denkanstoesse hat geschrieben:
Frauen verdienen 20% weniger für dieselbe Arbeit. Haben sie das wirklich verdient?

Frauen verdienen im Schnitt 12% mehr für dieselbe Arbeit.
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Re: Frauen verdienen 20% weniger für dieselbe Arbeit?!?

Beitragvon SunnyDay » Sa 03 Mär, 2012 18:26

Frauen verdienen im Schnitt 12% mehr für dieselbe Arbeit.

die erfahrung widerspricht dem. aber woher hast denn das?
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Re: Frauen verdienen 20% weniger für dieselbe Arbeit?!?

Beitragvon Mittelfranke » Sa 03 Mär, 2012 19:13

SunnyDay hat geschrieben:
Frauen verdienen im Schnitt 12% mehr für dieselbe Arbeit.

die erfahrung widerspricht dem. aber woher hast denn das?

Ich weiß nicht wie es in Österreich ist, aber in Deutschland gibt es aus Gründen des
Geschlechts eigentlich nur manchmal höhere Löhne oder bevorzugte Beförderung,
wenn man eine Frau ist. Wenn so etwas geschieht, weil jemand ein Mann ist,
dann kann rechtlich dagegen vorgegangen werden.
Dass Frauen im Durchschnitt weniger brutto verdienen,
hat unter anderem damit zu tun,
dass sie im Durchschnitt geringere Arbeitszeiten haben.
Eine Frau, die bei 20 Wochenstunden weniger als ein Mann bei
40 Wochenstunden verdient, wird ja nicht benachteiligt.

Das Problem bei diesen Diskussionen ist halt, dass niemand die entsprechenden
Studien liest, die er kommentiert, denn da steht schwarz auf weiß,
dass bei gleichen Voraussetzungen die Einkommen von Frauen nicht niedriger sind
als bei Männern.
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Re: Frauen verdienen 20% weniger für dieselbe Arbeit?!?

Beitragvon SunnyDay » So 04 Mär, 2012 8:59

Ich weiß nicht wie es in Österreich ist, aber in Deutschland gibt es aus Gründen des
Geschlechts eigentlich nur manchmal höhere Löhne oder bevorzugte Beförderung,
wenn man eine Frau ist. Wenn so etwas geschieht, weil jemand ein Mann ist,
dann kann rechtlich dagegen vorgegangen werden.
Dass Frauen im Durchschnitt weniger brutto verdienen,
hat unter anderem damit zu tun,
dass sie im Durchschnitt geringere Arbeitszeiten haben.
Eine Frau, die bei 20 Wochenstunden weniger als ein Mann bei
40 Wochenstunden verdient, wird ja nicht benachteiligt.

Das Problem bei diesen Diskussionen ist halt, dass niemand die entsprechenden
Studien liest, die er kommentiert, denn da steht schwarz auf weiß,
dass bei gleichen Voraussetzungen die Einkommen von Frauen nicht niedriger sind
als bei Männern.

kein mensch gibt bei der rechtfertigung von löhnen das geschlecht als "grund" and.

das problem bei dieser diskussion ist auch, dass manche leute hier zwar von quellen und studien reden, diese aber nicht reinstellen... (das war jetzt hoffentlich deutlich genug?)
Eine Frau, die bei 20 Wochenstunden weniger als ein Mann bei
40 Wochenstunden verdient, wird ja nicht benachteiligt.

den titel der thread hast du dir aber schon angeschaut, oder?

mal hier was von der statistik austria:

Werden die Einflüsse von Teilzeit und nicht ganzjähriger Beschäftigung ausgeklammert und nur Personen berücksichtigt, die laut Lohnsteuerdaten Vollzeit beschäftigt sind und im Jahr 2010 mindestens 360 Tage im Jahr unselbständig erwerbstätig waren (ohne Lehrlinge), so betrug das mittlere Bruttojahreseinkommen der Frauen 30.775 Euro, während Männer im Mittel 38.056 Euro verdienten. Der relative Einkommensanteil der Frauen am mittleren Einkommen der Männer steigt somit auf 81%.

Quelle: http://www.statistik.at/web_de/statisti ... index.html

ja, ich hab bewusst den bearbeiteten passus genommen, da die zahl der teilzeitbeschäftigten bei frauen einfach höher ist. diese daten sind auf vergleichbarkeit getrimmt (siehe text).
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Re: Frauen verdienen 20% weniger für dieselbe Arbeit?!?

Beitragvon Feyd_Rautha » So 11 Mär, 2012 23:29

Es ist ja nicht nur so, daß die Frauen ÜBER 20 Prozent weniger verdienen ... diese seit Jahrzehnten (!) schlechte Bilanz, die sich in der Gegenwart übrigens durch die extreme Schwäche wie Anpassung der Gewerkschaften sowie der breitbandigen Einführung der neuen Sklavenarbeit verschlimmert (!), hat vor allem auch verheerende Auswirkungen auf die späteren Rentenzahlungen.

Ist jetzt schon lebenslange Arbeit im "einfachen Bereich" zu 95 Prozent nicht mehr realisierbar und führt somit zu einer Rente an die Grenze des Armutsbereichs, so wird bei vielen Frauen die Rente später überwiegend gleichbedeutend mit Armut sein.

Feyd-Rautha

PS Um die wichtigsten Meilensteine der Verschlimmerung noch einmal zu nennen: Zunehmende Abschaffung der Festarbeitsplätze - Lohnsenkungen - Arbeitszeitverlängerungen - Aushöhlung des Arbeitsrechts. Entnommen der Programmatik der NSDAP. Um einmal die Quelle zu nennen.
Es sei Friede!
.
Das Wort wurde nicht erschaffen, um die Wahrheit zu verdecken, sondern um sie auszusprechen.
José Martí / * 28.01.1853 - † 19.05.1895
.
Die Menschwerdung der Ente war mein größter Erfolg, doch beim homo sapiens sapiens scheiterte ich ...
in: ICH, Gott. Aus den Memoiren eines Losers. Quakenbrück 1999. Seite 123.
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Re: Frauen verdienen 20% weniger für dieselbe Arbeit?!?

Beitragvon Querulator » So 10 Jun, 2012 0:16

SunnyDay hat geschrieben:...

Werden die Einflüsse von Teilzeit und nicht ganzjähriger Beschäftigung ausgeklammert und nur Personen berücksichtigt, die laut Lohnsteuerdaten Vollzeit beschäftigt sind und im Jahr 2010 mindestens 360 Tage im Jahr unselbständig erwerbstätig waren (ohne Lehrlinge), so betrug das mittlere Bruttojahreseinkommen der Frauen 30.775 Euro, während Männer im Mittel 38.056 Euro verdienten. Der relative Einkommensanteil der Frauen am mittleren Einkommen der Männer steigt somit auf 81%.

Quelle: http://www.statistik.at/web_de/statisti ... index.html

ja, ich hab bewusst den bearbeiteten passus genommen, da die zahl der teilzeitbeschäftigten bei frauen einfach höher ist. diese daten sind auf vergleichbarkeit getrimmt (siehe text).

Den Titel des Threads hast du dir aber schon angeschaut, oder?

Wo steht auf dieser Seite etwas von derselben Arbeit?
Zuletzt geändert von Querulator am So 10 Jun, 2012 9:45, insgesamt 1-mal geändert.
 
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Re: Frauen verdienen 20% weniger für dieselbe Arbeit?!?

Beitragvon Mittelfranke » So 10 Jun, 2012 9:03

Vor ein paar Jahren geisterten in der deutschen Genderdebatte 23% Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen herum.
Diese Zahl entstammte einer europaweiten Studie der EU, im Part, der nur bezogen war auf Deutschland.

Die üblichen pawlowschen Reflexe des Gendermainstreaming wirkten sofort und man stellte Behauptungen in den Raum,
die in der Studie selbst überhaupt nicht bestätigt wurden, nach dem Motto, in Deutschland würden Frauen bei
gleicher Arbeit 23% weniger als Männer verdienen.

Ich machte mir damals die Mühe, die entsprechende Studie zu lesen. Bereits im Vorwort der Studie stand zum Part
Deutschland, dass man aus dem durchschnittlichen Lohnunterschied von 23% nicht ableiten könne,
dies wäre bei völlig gleichen Vorraussetzungen der Fall, als würden Unternehmen in Deutschland Frauen im Schnitt
23% weniger für dieselbe Arbeit zahlen.

Genauso wurde es aber öffentlich diskutiert. Man diskutierte eine Studie, die man überhaupt nicht gelesen hatte.

Wollte man eine Einkommensungerechtigkeit be- oder widerlegen, dann könnte man das seriös und objektiv
nur tun, indem man die Beschäftigten innerhalb desselben Unternehmens vergleicht.
Dabei gehört dann Qualifikation, Wochenarbeitszeit, Betriebszugehörigkeit usw. berücksichtigt, d.h. die
geschlechterunabhängigen Einflussfaktoren.

Das Ergebnis wäre dann mit Sicherheit eher umgekehrt, d.h. dass Männer unter völlig gleichen Voraussetzungen
in Deutschland weniger als Frauen verdienen, denn es gibt keinen privatwirtschaftlichen Bereich.
der Löhne danach zahlt, ob jemand eine Muschi oder ein Gemächt hat. Solche Entlohnungskriterien
würden vor keinem deutschen Gericht standhalten. Andererseits stellte der deutsche öffentliche Dienst
jahrelang bevorzugt Frauen in bestimmte Positionen ein und beförderte auch eher mal eine Frau
als einen Mann, sodass der einzige Bereich, in dem man geschlchterspezifische Lohnunterschiede feststellen kann,
der ÖD, genau die gegensätzlichen Tatsachen wiederspiegelt, wie sie öffentlich debattiert werden,
d.h. dass Frauen hier bevorzugt werden.

Es gibt keine Tarifverträge, die bei gleichen Vorraussetzungen dem einen Gechlecht höhere Löhne zahlen würden.
Auch in nicht tarifgebundenen Unternehmen gibt es nachweisbar solche Entlohnungskriterien nicht.
Dem Chef einer 5-Mann-Firma ist es völlig gleichgültig, ob sein Mitarbeiter männlich oder weiblich ist.
Ihn interessiert überwiegend die tatsächliche Wertschöpfung, die der Mitarbeiter für seine Firma erbringt.
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Re: Frauen verdienen 20% weniger für dieselbe Arbeit?!?

Beitragvon Querulator » So 10 Jun, 2012 10:42

Wer in dieser Angelegenheit öffentlich Töne spuckt, ist in der Regel Partei und übersieht gern in seinem Eifer oder mit voller Absicht wesentliche Aussagen. Dann kommt es zu Phänomenen wie den von dir beschriebenen. Ich habe nicht recherchiert und muss gestehen, dass ich nicht weiß, wie es tatsächlich steht, und das nehme ich von den meisten Leuten an, auch solchen, die hier beinahe blindwütig eine Meinung vertreten.

Es stimmt, dass Frauen ganz offiziell für die gleiche Arbeit - klarerweise nicht dieselbe - früher, bevor sich der Gesetzgeber der Gleichstellung annahm, im Durchschnitt weniger erhielten. Das ergab sich schon aus dem von den Sozialpartnern ausgehandelten Kollektivvertrag. Die neue Gesetzeslage scheint ein Teil der FeministInnen verschlafen zu haben. Weiters kann man, wie du andeutest, Mittelfranke, von einem landesweiten oder gar EU-weiten Durchschnitt allein nicht auf die hier angesprochene Lage schließen. Man muss sich jeweils auf gleichwertige Arbeitsplätze und die womöglich innerhalb derselben Firma beziehen. Und wer den Unterschied zwischen der gleichen und derselben und womöglich dergleichen nicht kennt, wird sich beim Interpretieren der Statistiken ähnlich schwer tun wie ein Bankräuber, der den Unterschied zwischen einer Geisel und einer Geißel nicht kennt. Schließlich muss man berücksichtigen, dass sich bei allem Bildungseifer heutiger jüngerer Frauen noch viele mit geringerer Bildung auf dem Arbeitsmarkt befinden. Und wenn andererseits Frauen heute einen höheren Anteil an akademischen berufen haben, sollte man berücksichtigen, dass das nicht so sehr in die Statistik eingeht, weil akademische Berufe vergleichsweise seltener sind.

Was die Arbeitgeber betrifft, so werden sich die hüten, mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. Wie weit sie davon ausgehen können, dass Frauen in ihrem betrieb schlechtere Bezahlung hinnehmen, weiß ich nicht. Es mag sich aber schon herumgesprochen haben, dass Frauen in einigen Positionen von Vorteil sein können, und zwar nicht nur auf niederer Ebene. Frauen können nämlich als Vorgesetzte unter Umständen mehr erreichen als Männer, aus instinktiven Gründen und weil die meisten Menschen hauptsächlich von Frauen großgezogen wurden.

Ob die weiblichen Models auf dem gestellten Bild weniger erhalten als die männlichen, ist eine andere Frage.
 
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