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Demo gegen WKR-Ball untersagt

Alles rund um die österreichische Innenpolitik.

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Re: Demo gegen WKR-Ball untersagt

Beitragvon Axel Zucker » Di 09 Feb, 2010 0:42

Zel hat geschrieben:
Christopher hat geschrieben:
Oh....
Nunja, wenn du schon fragst:
Ich denke dass diese Menschen deshalb eine gewisse Affinität haben zur Rechten Seite gezogen zu werden, weil sie auch die schmutzige Seite dieses schönen Landes kennen und daher wohl stärker prädestiniert sind nach einer strammen Regierung zu streben.
Und natürlich glaube ich auch dass es eine Rolle spielt, dass sie wissen wer oft mit dem Gesetz in berührung kommt.


Das geht aber von dem Trugschluss aus, dass sich die politischen Einstellungen dieser Menschen erst während ihrer Dienstzeit etablieren. Nur ist die Prägephase für politische Ideologien meist weit vorher anzusetzen, nämlich während der Kindheit/Jugendzeit und teilweise noch während der Studienzeit. Ein wirkliches Umdenken oder Ausbrechen aus den Einstellungen aus den Denkschemen die während dieser Zeit geprägt wurden ist äußerst selten und das ist sogar relativ unabhängig vom Bildungsgrad. Was durchaus vorkommen mag ist, dass jemand der eine moderat negative Einstellung hat sich durch die Arbeit darin bestätigt fühlt und sich radikalisiert, aber dass jemand sich um 180° dreht, das ist wie gesagt wirklich die absolute Ausnahme.

Und, dass in der Judikatur gewisse Soziokulturelle Teilaspekte der Gesellschaft stärker vertreten sind als andere ist nicht so weit hergeholt, da sich tendenziell die Karrieren der Eltern bei vielen Kindern replizieren. Kinder deren Eltern Anwälte oder Richter sind, haben eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit den Juristenberuf einzuschlagen als Kinder anderer Eltern und sie können dabei in der Regel auf die Netzwerke ihrer Eltern zurückgreifen (und es ist nun mal Tatsache, dass es bis heute nachklingt, dass es bis in die 70er ein kleiner Kreis an meist Sprößlingen der akademischen Elite war, die selbst studiert haben). Und gerade die Subkultur der Burschenschaften ist relativ stark besetzt mit Männern die juristische bzw. verwaltungsjuristische Karrieren anstreben und darin auch von ihren Bundes- und Farbenbrüdern unterstützt werden - noch dazu kommt da oft auch ein dementsprechendes Elternhaus - also ein doppeltes Netzwerk. Also gerade in juristischen Kreisen und auch in den Richterämtern wirst du einen überproportionalen Anteil an Burschenschaftern finden - die auch darauf schauen, dass es aus den aktiven Studenten Nachwuchs gibt, die es in diese Ämter ebenfalls schaffen.


Ich war in meiner Kindheit bzw. Jugendzeit eher so ein Typ wie Asterix und Observer, erst das weitere Leben und vor allem Berufsleben hat mich verändert. Man kann eben nicht das ganze Leben lang in einer Traumwelt leben, das verkennen die meisten (Lebens)Langzeitstudenten. :wink:
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Re: Demo gegen WKR-Ball untersagt

Beitragvon caddy40 » Di 09 Feb, 2010 8:36

Das geht aber von dem Trugschluss aus, dass sich die politischen Einstellungen dieser Menschen erst während ihrer Dienstzeit etablieren. Nur ist die Prägephase für politische Ideologien meist weit vorher anzusetzen, nämlich während der Kindheit/Jugendzeit und teilweise noch während der Studienzeit. Ein wirkliches Umdenken oder Ausbrechen aus den Einstellungen aus den Denkschemen die während dieser Zeit geprägt wurden ist äußerst selten und das ist sogar relativ unabhängig vom Bildungsgrad. Was durchaus vorkommen mag ist, dass jemand der eine moderat negative Einstellung hat sich durch die Arbeit darin bestätigt fühlt und sich radikalisiert, aber dass jemand sich um 180° dreht, das ist wie gesagt wirklich die absolute Ausnahme.

Und, dass in der Judikatur gewisse Soziokulturelle Teilaspekte der Gesellschaft stärker vertreten sind als andere ist nicht so weit hergeholt, da sich tendenziell die Karrieren der Eltern bei vielen Kindern replizieren. Kinder deren Eltern Anwälte oder Richter sind, haben eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit den Juristenberuf einzuschlagen als Kinder anderer Eltern und sie können dabei in der Regel auf die Netzwerke ihrer Eltern zurückgreifen (und es ist nun mal Tatsache, dass es bis heute nachklingt, dass es bis in die 70er ein kleiner Kreis an meist Sprößlingen der akademischen Elite war, die selbst studiert haben). Und gerade die Subkultur der Burschenschaften ist relativ stark besetzt mit Männern die juristische bzw. verwaltungsjuristische Karrieren anstreben und darin auch von ihren Bundes- und Farbenbrüdern unterstützt werden - noch dazu kommt da oft auch ein dementsprechendes Elternhaus - also ein doppeltes Netzwerk. Also gerade in juristischen Kreisen und auch in den Richterämtern wirst du einen überproportionalen Anteil an Burschenschaftern finden - die auch darauf schauen, dass es aus den aktiven Studenten Nachwuchs gibt, die es in diese Ämter ebenfalls schaffen.

@miltonh
Sixt, nichts anderes habe ich behauptet.
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Re: Demo gegen WKR-Ball untersagt

Beitragvon miltonh » Di 09 Feb, 2010 8:48

caddy40 hat geschrieben:
Das geht aber von dem Trugschluss aus, dass sich die politischen Einstellungen dieser Menschen erst während ihrer Dienstzeit etablieren. Nur ist die Prägephase für politische Ideologien meist weit vorher anzusetzen, nämlich während der Kindheit/Jugendzeit und teilweise noch während der Studienzeit. Ein wirkliches Umdenken oder Ausbrechen aus den Einstellungen aus den Denkschemen die während dieser Zeit geprägt wurden ist äußerst selten und das ist sogar relativ unabhängig vom Bildungsgrad. Was durchaus vorkommen mag ist, dass jemand der eine moderat negative Einstellung hat sich durch die Arbeit darin bestätigt fühlt und sich radikalisiert, aber dass jemand sich um 180° dreht, das ist wie gesagt wirklich die absolute Ausnahme.

Und, dass in der Judikatur gewisse Soziokulturelle Teilaspekte der Gesellschaft stärker vertreten sind als andere ist nicht so weit hergeholt, da sich tendenziell die Karrieren der Eltern bei vielen Kindern replizieren. Kinder deren Eltern Anwälte oder Richter sind, haben eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit den Juristenberuf einzuschlagen als Kinder anderer Eltern und sie können dabei in der Regel auf die Netzwerke ihrer Eltern zurückgreifen (und es ist nun mal Tatsache, dass es bis heute nachklingt, dass es bis in die 70er ein kleiner Kreis an meist Sprößlingen der akademischen Elite war, die selbst studiert haben). Und gerade die Subkultur der Burschenschaften ist relativ stark besetzt mit Männern die juristische bzw. verwaltungsjuristische Karrieren anstreben und darin auch von ihren Bundes- und Farbenbrüdern unterstützt werden - noch dazu kommt da oft auch ein dementsprechendes Elternhaus - also ein doppeltes Netzwerk. Also gerade in juristischen Kreisen und auch in den Richterämtern wirst du einen überproportionalen Anteil an Burschenschaftern finden - die auch darauf schauen, dass es aus den aktiven Studenten Nachwuchs gibt, die es in diese Ämter ebenfalls schaffen.

@miltonh
Sixt, nichts anderes habe ich behauptet.


Das halte ich eher für Annahmen, keine "wissenschaftliche" Untersuchung. Ich - andererseits - kenne sehr viele Juristen, die aus einem roten oder schwarzen "Lager" stammen. Kaum welche, die aus dem "rechten bzw. blauen" Lager stammen.

Ich halte es eher für wahrscheinlich, dass man irgendwann die Einstellungen aus dem Elternhaus abstreift und sich selbst eine Meinung bildet - beeinflusst vom Umfeld, in dem man sich befindet. Es sei denn, man hat sich gleich nach Eintritt in das Berufsleben in Organisationen (Gewerkschaft, Partei etc.) begeben. Und kann dort nicht mehr raus, weil man sich damit selbst schaden würde...

Ist aber auch nur eine Vermutung, die nicht auf Fakten beruht...
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Re: Demo gegen WKR-Ball untersagt

Beitragvon mario272 » Di 09 Feb, 2010 8:59

Zel hat geschrieben:
Christopher hat geschrieben:
Das geht aber von dem Trugschluss aus, dass sich die politischen Einstellungen dieser Menschen erst während ihrer Dienstzeit etablieren. Nur ist die Prägephase für politische Ideologien meist weit vorher anzusetzen, nämlich während der Kindheit/Jugendzeit und teilweise noch während der Studienzeit. Ein wirkliches Umdenken oder Ausbrechen aus den Einstellungen aus den Denkschemen die während dieser Zeit geprägt wurden ist äußerst selten und das ist sogar relativ unabhängig vom Bildungsgrad. Was durchaus vorkommen mag ist, dass jemand der eine moderat negative Einstellung hat sich durch die Arbeit darin bestätigt fühlt und sich radikalisiert, aber dass jemand sich um 180° dreht, das ist wie gesagt wirklich die absolute Ausnahme.



es mag schon sein das bestimmte menschen mit gewisser prägung ins amt kommen.
das trifft aber auf alle seiten zu.
sowohl für rechts wie auch für links.

so kanns dann auch passieren das der eine richter nen schwarzen mit den worten veruteilt "lasst die buschtrommeln verkünden", während der andere einen zweifachmord grad noch mal so mit geringer haftstrafe durchgehen lässt, da man seinen "kulturellen background berücksichtigen muss".

im grossen und ganzen denke ich jedoch das unser justizsystem sehr ausgewogen ist.und richter so gut es geht objektiv urteilen.
das es bei der polizei manchmal gewisse vorurteile gibt, wie man auch im tv bei manchen interviews heraushören kann, wird aber tatsächlich wie christopher schon sagte ,eher mit berufserfahrung zu tun haben.
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Re: Demo gegen WKR-Ball untersagt

Beitragvon caddy40 » Di 09 Feb, 2010 9:24

Das halte ich eher für Annahmen, keine "wissenschaftliche" Untersuchung. Ich - andererseits - kenne sehr viele Juristen, die aus einem roten oder schwarzen "Lager" stammen. Kaum welche, die aus dem "rechten bzw. blauen" Lager stammen.

Ich halte es eher für wahrscheinlich, dass man irgendwann die Einstellungen aus dem Elternhaus abstreift und sich selbst eine Meinung bildet - beeinflusst vom Umfeld, in dem man sich befindet. Es sei denn, man hat sich gleich nach Eintritt in das Berufsleben in Organisationen (Gewerkschaft, Partei etc.) begeben. Und kann dort nicht mehr raus, weil man sich damit selbst schaden würde...

Ist aber auch nur eine Vermutung, die nicht auf Fakten beruht...

Du kannst mit Sicherheit davon ausgehen, das sehr wenige Juristen aus dem Umfeld der Arbeiter stammen, die große Mehrheit kommt aus dem Umfeld von Akademikern.
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Re: Demo gegen WKR-Ball untersagt

Beitragvon miltonh » Di 09 Feb, 2010 9:28

caddy40 hat geschrieben:Du kannst mit Sicherheit davon ausgehen, das sehr wenige Juristen aus dem Umfeld der Arbeiter stammen, die große Mehrheit kommt aus dem Umfeld von Akademikern.


:D Durchaus möglich. Aber den Schluss: Die meisten Juristen-Akademiker sind "Blaue" halt ich dennoch für ziemlich gewagt ;)
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Re: Demo gegen WKR-Ball untersagt

Beitragvon mario272 » Di 09 Feb, 2010 9:33

es ist für einen juristen hierzulande fast unmöglich geltendes recht aufgrund seiner gesinnung zu umgehen.
wenn er das mehr als 2 mal macht hat er mehr menschenrechtsorganisation am hals als ihm lieb sind.
was ja auch nicht schlecht is, rechtssprechung darf nichts mit subjektiver empfindung oder gesinnung zu tun haben.
sollte es solche richter wirklich geben, dann kommt die einsicht spätestens dann, wenn er sich fragen muss, was für ihn besser wäre.
normale rechtsprechung, gutes gehalt und 2 mal jährlich urlaub.
oder in den medien als rassist verschrien zu werden , und stempeln gehen zu müssen.

im übrigen kommen die meisten kids der führenden sozialisten im lande schon lange nicht mehr aus dem "arbeiterumfeld".
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Re: Demo gegen WKR-Ball untersagt

Beitragvon Zel » Di 09 Feb, 2010 9:36

miltonh hat geschrieben:
Das halte ich eher für Annahmen, keine "wissenschaftliche" Untersuchung. Ich - andererseits - kenne sehr viele Juristen, die aus einem roten oder schwarzen "Lager" stammen. Kaum welche, die aus dem "rechten bzw. blauen" Lager stammen.

Ich halte es eher für wahrscheinlich, dass man irgendwann die Einstellungen aus dem Elternhaus abstreift und sich selbst eine Meinung bildet - beeinflusst vom Umfeld, in dem man sich befindet. Es sei denn, man hat sich gleich nach Eintritt in das Berufsleben in Organisationen (Gewerkschaft, Partei etc.) begeben. Und kann dort nicht mehr raus, weil man sich damit selbst schaden würde...

Ist aber auch nur eine Vermutung, die nicht auf Fakten beruht...


Du kannst dich gerne in die sehr zahlreichen Studien zur Frage der Prägung von Weltbildern und Ideologie einlesen, aus denen ergibt sich ein sehr homogenes Bild. Ich habe auch nicht behauptet, dass es in absoluten Zahlen viele Personen aus dem rechten Lager sind, aber es sind überproportional viele und das hat nachvollziehbare Gründe. Einer ist die Replikation von Berufslaufbahnen der Eltern durch ihre Kinder (und bis in die 70er war der Anteil der Juristen mit einem Burschenschafter oder "3. Lager" Background relativ hoch - deutlich höher als die 5 - 10 % die sie an der Bevölkerung ausmachten). Das setzt sich bis heute fort. Dazu kommt eine im bürgerlichen Milieu und gerade im nationalliberalen Milieu stark verwurzelte Affinität zur Juristerei als anstrebenswerter Beruf - mit Medizin und wenigen anderen Berufsausbildungen eine klassische Berufswahl. Das und die durchaus mächtigen Netzwerke führen auch heute (in einer Zeit in der die Zahl der Burschenschafter gemessen an der Zahl aller Studenten vielleicht 0,1 bis 0,2 % ausmacht) dazu, dass überproportional viele in Richterämter bzw. in den höheren Verwaltungsdienst kommen.

im grossen und ganzen denke ich jedoch das unser justizsystem sehr ausgewogen ist.und richter so gut es geht objektiv urteilen.


Vielleicht habe ich da in den letzten Jahren zu viel gehört (nicht alles hat politische Hintergründe), aber Objektivität ist leider bei einigen Richtern nicht mal ein heerer Vorsatz - nicht alle, ich kenn auch positiv Beispiele, aber es gibt leider zahlreiche Negativbeispiele von Richtern die mit vorgefassten und im vorhinein ausgefertigten Urteilen in Prozesse gehen, die bei Beschwerden gegen sie sogar persönlich gegen Personen vorgehen, usw..

das es bei der polizei manchmal gewisse vorurteile gibt, wie man auch im tv bei manchen interviews heraushören kann, wird aber tatsächlich wie christopher schon sagte ,eher mit berufserfahrung zu tun haben.


Man sollte auch hier nicht ausblenden, dass unterschiedlich eingestellte Menschen, unterschiedlich stark motiviert sind den Polizeidienst anzustreben. Dass in der Polizei ein gewisser Überhang aus soziokulturellen Milieus existiert, das ist nichts neues. Wie gesagt, die generelle Prägung der Einstellung eines Menschen findet deutlich früher statt und hat massive Auswirkungen darauf wie jemand die Vorkommnisse im späteren Berufsleben interpretiert. Heißt jemand mit einer bereits existierenden Einstellung wird jene Teile seiner Erfahrungen die ihn bestätigen stärker einfließen lassen und jene Teile die dem widersprechen eher ausblenden.
Zel
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Re: Demo gegen WKR-Ball untersagt

Beitragvon miltonh » Di 09 Feb, 2010 9:47

Zel hat geschrieben:Du kannst dich gerne in die sehr zahlreichen Studien zur Frage der Prägung von Weltbildern und Ideologie einlesen, aus denen ergibt sich ein sehr homogenes Bild. Ich habe auch nicht behauptet, dass es in absoluten Zahlen viele Personen aus dem rechten Lager sind, aber es sind überproportional viele und das hat nachvollziehbare Gründe. Einer ist die Replikation von Berufslaufbahnen der Eltern durch ihre Kinder (und bis in die 70er war der Anteil der Juristen mit einem Burschenschafter oder "3. Lager" Background relativ hoch - deutlich höher als die 5 - 10 % die sie an der Bevölkerung ausmachten). Das setzt sich bis heute fort. Dazu kommt eine im bürgerlichen Milieu und gerade im nationalliberalen Milieu stark verwurzelte Affinität zur Juristerei als anstrebenswerter Beruf - mit Medizin und wenigen anderen Berufsausbildungen eine klassische Berufswahl. Das und die durchaus mächtigen Netzwerke führen auch heute (in einer Zeit in der die Zahl der Burschenschafter gemessen an der Zahl aller Studenten vielleicht 0,1 bis 0,2 % ausmacht) dazu, dass überproportional viele in Richterämter bzw. in den höheren Verwaltungsdienst kommen.



Vielen Dank, mit der einschlägigen Literatur hinsichtlich "Prägung" hab ich mich sehr ausführlich beschäftigt. Auch mit Ideologien und Entwicklungsphilosophie und -psychologie von Individuen und Gesellschaften. Mir scheinen jedoch die Ansätze der Systemtheorie wesentlich plausibler als die auf Ursache-Wirkung oder Input-Output aufgebauten Konzepte und Theorien. Ist aber natürlich Ansichtssache.

Ich halte den Menschen generell für lern- und entwicklungsfähig. Daher gehe ich eher davon aus, dass ein ununterbrochener "Passung-prozess" stattfindet, in der Interaktion mit der Umwelt. Das mag vor 100 Jahren noch nicht so gewesen sein, in der heutigen Zeit denk ich aber schon. Und das heißt für mich, dass heute Menschen eher und mehr als früher durch die berufliche Umgebung, Kollegen und tägliches Erleben "geprägt" (was ja in dem Alter ein "falscher" Begriff ist, wenn man die theoretische Prägephase von 0 - 7 Jahren nimmt) wird. Ich glaub nicht an die Konzepte, dass Menschen in 7 Jahren "geprägt" werden und dann ihr Leben lang mit dieser Prägung herum rennen und ihr hilflos ausgeliefert sind. Das würde ja bedeuten, dass Menschen nicht dazu lernen können, oder ihre Meinung ändern können.

Dennoch bleibt meine Ansicht eben nur eine Ansicht. Wirklich wissen könnten wir es nur, wenn wir sämtliche Juristen in Österreich nach ihrer politischen Ausrichtung fragen würden - und selbst dabei müssten wir damit rechnen, dass sie

a) nicht "wahrheitsgemäß" antworten würden
und
b) wüssten wir immer noch nicht, ob diese Ausrichtung in ihre Entscheidungsfindung einfließen würde....
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Re: Demo gegen WKR-Ball untersagt

Beitragvon Asterix » Di 09 Feb, 2010 9:49

http://derstandard.at/1263706902074/Bur ... enforscher
Anno 2009:
Österreich versinkt im Gatsch des Rechts-Popo-lismus.
Ganz Österreich?
Nein, es gibt da noch ein kleines, grünes Dorf, das hartnäckig Widerstand leistet
und gelegentlich den braunen Popo der Republik ausputzt.

...................................................................
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