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Das nazifaschistische Deutschland 1933 - 1945 war im staatsrechtlichen und verfassungsrechtlichem Sinn (Demokratien als Bezugssystem) weder ein legaler noch legitimer noch legitimierter Staat -
es war die institutionalisierte Herrschaft des Verbrechens und die Naziwehrmacht war eine der Hauptsäulen der institutionalisierten Herrschaft des Verbrechens und somit keine reguläre Armee.
Die Naziwehrmacht zu einer regulären Armee zu machen heißt zum einen sie zu entschulden und den Nazifaschismus zu einer legalen wie legitimen Herrschaftsform zu machen, heißt kurzum den Nazifaschismus zu verharmlosen und Geschichtsrevisionismus zu betreiben und die 60 Millionen Opfer des von Deutschland verursachten und getragenen 2. Weltkriegs mit seinen Völkermorden zu verspotten.
Und am 30. Januar 1933 begann die nun offene und nicht mehr kaschierte und staatlich organisierte systematische und brutale Verfolgung der Nazigegner jedweder Couleur, es begannen die widerrechtlichen Inhaftierungen mit Prügel, Folter und Totschlagen, es begann die Verschleppung der Nazigegner jedweder Couleur, es war der Beginn des institutionalisierten brutalstmöglichen und offene Terrors ...
Am 30. Januar 1933 gab aber auch ein gewisser Herr Stauffenberg seine Freude über den Staatsstreich bzw. die Machtübergabe an die Nazis seinen Ausdruck ...
Da lob ich mir doch meinen Urgroßvater - der klebte in der Nacht des 30. Januar 1933 unter Lebensgefahr in der Stadt kleine Wandzettel gegen den Nazistaatsstreich!
Eine Elite-Einheit
Claus Kristen
Seit der Ausstellung »Verbrechen der Wehrmacht« spricht kein ernst zu nehmender Mensch mehr von der »Unschuld« des deutschen Militärs im Dritten Reich. Aber was im Allgemeinen bekannt ist, kann im Detail noch immer tabu sein – besonders in den Garnisonsstädten.
Martin Heinzelmann schildert die Geschichte der 31. Infanteriedivision der Wehrmacht, auch »Löwendivision« genannt. Diesen Namen erhielt sie, da ihr Hauptquartier in Braunschweig lag, der Stadt Heinrichs des Löwen. Weitere Standorte befanden sich in Goslar, Göttingen, Osterode, Halberstadt, Blankenburg und Quedlinburg. Die Division wurde im Oktober 1936 als neue Einheit geschaffen. Sie galt als Elite-Einheit. Schon vor dem Krieg marschierte sie häufig gemeinsam mit NS-Formationen auf – Berührungsängste gab es nicht.
In der Nacht vom 27. auf den 28. August 1939 wurde die Division in Richtung Schlesien transportiert. Obwohl sie »im allgemeinen nur auf geringen Widerstand stieß, zog sie vom ersten Tag an eine Spur der Verwüstung durch das Land«, schreibt Heinzelmann, und in einem Brief eines Kompanieführers heißt es: »Alles brennt vor uns, nachts ein schaurig imposanter Anblick!«
Anfang 1940 wurde die Division als Besatzungstruppe nach Belgien und Frankreich verlegt. Sie sollte sich an einer Invasion Englands beteiligen. Doch bald rollte sie zurück nach Osten, wo sie nun als eine der ersten Einheiten für den Überfall auf die Sowjetunion vorgesehen war. In einer Anordnung des XII. Armeekorps, dem die »Löwendivision« unterstellt war, hieß es dann: »Die Truppe hat jetzt ein Gebiet betreten, … in dem die zum Partisanenkrieg vorgesehenen Organisationen von den bolschewistischen Machthabern bereits aufgebaut sind. Der Ausmerzung dieser Elemente und ihrer Helfershelfer ist größte Bedeutung beizulegen. Schwäche hierin bedeutet Gefahr für die Truppe. Der Verdacht genügt!« Juden und Kommunisten wurden gleichgesetzt, »Kommissare« waren umstandslos hinzurichten. Nachgewiesen ist ein Todesmarsch von Kriegsgefangenen aus der besetzten sowjetischen Stadt Kaluga, die anschließend in Brand gesteckt wurde. Die »Politik der verbrannten Erde« ist bereits am 15. Dezember 1941 im »Kriegstagebuch« dokumentiert: »Loslösen vom Feind gelingt an allen Stellen unbemerkt, geräumte Dörfer werden soweit möglich in Brand gesteckt.«
...
Martin Heinzelmann: »Die Spuren des Löwen. Zu den verschwiegenen Verbrechen der 31. Infanteriedivision der Wehrmacht«, Cuvillier-Verlag, 171 Seiten, 19.90 €
SunnyDay hat geschrieben:
... [geschriebenes Grauen von "SunnyDay" en gros und en detail. F-R] ...
Feyd_Rautha hat geschrieben:Irgendwo schrieben sie, daß sie Kenntnisse des Rechts und der Geschichte hätten.
Ich kann ihnen versichern, daß sie dies blendend verheimlichen.
- Der Staatsstreich vom 30. Januar 1933 hatte viele Komponenten - ohne die aktive Unterstützung des Militärs wäre er aber NICHT möglich gewesen.
- Naziwehrmacht ist insofern richtig, alldieweil diese Organisation von Anfang an mit die wichtigste Säule des Nazifaschismus war.
- Der Rechtsstaat enthält kein Normensystem, der den Terror erlaubt.
- Belagerungszustand? Witz komm raus, du bist umzingelt!
dachte nicht das ich ihnen irgendwann mal recht geben würde, aber hier scheint ihnen ein glückstreffer gelungen zu sein.
is mir auch schon leidiglich aufgefallen.
nikolo hat geschrieben:@Feyd_Rautha
Für einen Großvater, welcher Kommunist war würde ich mich ja doch ziemlich schämen. Die Kommunisten sind doch um nichts besser (gewesen) als die Nationalsozialisten! Die einen haben unliebsame Rassen (sofern es solche geben sollte) umgebt
racht und die anderen unliebsame Klassen (Adel, Klerus, Bürgertum, besitzendes Bauerntum) ermordet.
Wofür soll man sich da entscheiden. Für die Ruhr oder die Pest? Beides eklig und abstoßend.
Die einzige wirklich fähigen, wenn auch leider erfolglosen Widerständler gegen die Nazis waren unzählige Wehrmachtsoffiziere! Es gab in der Wehrmacht solche und solche und die Wehrmacht pauschal zu verurteilen bringt nichts.
Es ist überhaupt unmöglich die damalige Zeit aus dem Heute heraus zu beurteilen. Wie man selbst in dieser Zeit gehandelt hätte? Hand aufs Herz, wenn man eines hat und nur darum gehts.
Feyd_Rautha hat geschrieben:Deutsche Wehrmacht: größte deutsche Verbrecherorganisation! (1)
Vorbemerkungen
Viele Debatten der letzten Jahre und Jahrzehnte berührten direkt und indirekt das Wirken der größten Verbrecherorganisation der deutschen Geschichte - der deutschen Wehrmacht.
Obwohl von Jahr zu Jahr, von Jahrzehnt zu Jahrzehnt immer bessere und erdrückendere Beweise gegen diesen Verbrecherhaufen ans Licht kamen und weiter kommen, gibt es weiterhin die Geschichtsklittererer, die die Nazi-Wehrmacht systematisch als Ganzes verharmlosen als auch die Relativierer, die die Nazi-Wehrmacht als nicht konstituierend für den Nazi-Faschismus, die Völkermorde und die Shoah klassifizieren.
Aber: Ohne die Wehrmacht hätten es keinen Nazi-Faschismus, keine Völkermorde, keine Shoah, keinen Weltkrieg gegeben.
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Feyd-Rautha
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