Mercury hat geschrieben:Na, ob du da mal die Höhe der Banken und Wirtschaftshilfen in den letzten Jahren nicht total unterschätzt.
Der Unterschied besteht darin, dass a) die Hilfen für die Banken zumindest auf dem Papier zurückgezahlt werden, und b) zeitlich begrenzt sind. Eine dauerhafte Arbeitsplatzgarantie durch den Staat führt zu lebenslangen Zahlungen. In der Addition kommt da einiges mehr zusammen. Dazu eben das Hauptproblem, dass D schon aufgrund des Maastricht-Vertrages nicht unbegrenzt Schulden machen kann - auch nicht im Rahmen von staatlich aufgebauten Arbeitsplätzen.
Mercury hat geschrieben:Erstens ist durch die knappen Kassen eine staatliche Finanzierung ja gerade notwendig.
Das ist doch unter dem Strich das selbe. Was ist denn eine staatliche Finanzierung? Der Staat muss Schulden machen, um den Kommunen Geld zu geben. Und wieder: Maastricht.
Über eines müssen Sie sich im klaren sein: Deutschland sind nicht die USA, die theoretisch Unsummen an Schulden aufbauen können, ohne das ihnen jemand auf die Finger klopft. Die EU ist da deutlich restriktiver und verschickt gerne blaue Briefe. Das ist alles kein Spass.
Mercury hat geschrieben:Und Zweitens hast du wohl noch nie etwas von dem Beruf des Landarbeiters gehört, die in Deutschland zu tausenden aus dem Osten Importieren werden müssen, weil die Deutschen so eine Arbeit für den Dreckslohn nicht machen.
Natürlich habe ich davon gehört. Aber das sind höchstens ein paar Tausend, keine 5 Mio. Zweitens führt Ihr Vorschlag sofort zu einer deutlichen Verteuerung von Spargel
Mercury hat geschrieben:Man würde in sollch einen Betrieb wahrscheinlich vorhnemlich diese Dinge Produzieren die man sonst Millionenfach billig aus dem Ausland Importieren würde.
Was dazu führt, dass diese billigen Dinge dann ebenfalls teuer werden. Ihr Vorschlag in allen Ehren: Aber alles, was Sie an Produkten in D mit staatlicher Hilfe produzieren wollen, wird dann für den Verbraucher deutlich teuerer werden, als wenn dasselbe Produkt billig aus dem Ausland importiert wird, wo es zu Dumpinglöhnen hergestellt wurde. Machen Sie das den Verbrauchern mal klar.
Mercury hat geschrieben:Eben nicht, der heutige Arbeitsmarkt repräsentiert nur die Anzahl der Stellen für die Unternehmer bereit sind Geld zur Verfügung zu stellen.
Das ist doch auch das selbe. Ein Arbeitgeber zahlt dann für einen Arbeitnehmer Lohn, wenn er ihn braucht. Keiner zahlt Geld für Arbeitskräfte, die nicht benötigt werden. Wenn also ein Unternehmer für eine bestimmte Arbeit kein Geld zur Verfügung stellen will, dann muss diese Arbeit wohl auch nicht gemacht werden. Denn sonst würde er sie ja bezahlen. Also repräsentiert der Arbeitsmarkt sehr wohl den tatsächlichen Bedarf an Arbeitskräften.
