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Kindesmissbrauch und kein Ende beim Klerus

Religionen (Spiritualität) und Philosophie

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Re: Kindesmissbrauch und kein Ende beim Klerus

Beitragvon Ferenc » Fr 05 Mär, 2010 19:54

Rund 100 Opfer in bayrischem Kloster

Verdachtsfälle auch bei Knabenchor, der früher vom Brudes des Papstes geleitet wurde.
Seit Wochen vergeht in Deutschland kaum ein Tag ohne neue Enthüllungen über Missbrauchsfälle in Einrichtungen der katholischen Kirche. Schonungslose Aufklärung soll es nun auch in der Schule und dem Internat des bayrischen Klosters Ettal geben.
Dort waren Kinder früher oftmals jahrelang körperlicher Züchtigung und sexuellem Missbrauch ausgesetzt. Das teilte der von der Benediktinerabtei eingesetzte Sonderermittler Thomas Pfister am Freitag in Ettal mit. Es gebe Vorwürfe gegen mindestens zehn Patres, man müsse von rund 100 Opfern ausgehen.
Die Vorgänge in vergangenen Jahrzehnten seien zwar verjährt. Wenn sie aber von weltlichen Gerichten verhandelt worden wären, hätten sie wahrscheinlich zu jahrelangen Haftstrafen geführt, so Pfister. Eine systematische Kultur des Wegschauens und Verschweigens im Kloster habe den Tätern ihr Treiben erleichtert.
"ErschĂĽtternde Berichte"
Er habe eine Vielzahl von E-Mails von frĂĽheren Ettaler SchĂĽlern erhalten, sagte Pfister. Diese seien allesamt glaubwĂĽrdig.
Pfister zitierte aus mehreren Schreiben, in denen frühere Schüler unter anderem über körperliche Züchtigungen berichteten. Möglicherweise sei auch ein Pater sexuell missbraucht worden.
Die Berichte seien erschütternd. Es handle sich um Vorgänge vornehmlich in weiter zurückliegenden Jahrzehnten, zum Teil gehe es aber auch um Vorfälle in den 1990er Jahren.
Bilder ins Netz gestellt
Ein Pater habe Fotos von halbnackten Klosterschülern auf Homosexuellen-Seiten im Internet veröffentlicht, so Pfister. Der beschuldigte Pater habe die Fotos der Buben mit freiem Oberkörper bei Bergwanderungen gemacht. Der Pater sei von seinen Aufgaben entbunden worden. Die zuständige Staatsanwaltschaft habe zur Aufklärung der Vorwürfe am Dienstag mehrere Computer in dem Kloster sichergestellt.

VorwĂĽrfe auch bei Domspatzen
Dabei haben die Missbrauchsfälle mittlerweile auch den Papst persönlich erreicht: Am Donnerstag war bekanntgeworden, dass es auch bei den Regensburger Domspatzen in früheren Jahrzehnten Fälle von Missbrauch gegeben haben soll. Der Bruder des Papstes, Georg Ratzinger (86), leitete den bekannten Knabenchor von 1964 bis 1994.
Der Verdacht richtet sich gegen zwei frühere leitende Geistliche. Die beiden Männer, die im Jahr 1984 gestorben sind, sollen wegen der Taten zu Haftstrafen verurteilt worden sein, berichtete der Sprecher des Bistums Regensburg, Clemens Neck, am Freitag.
Ratzinger bestreitet Kenntnisse
Der eine Verdächtige, ein ehemaliger Religionslehrer und stellvertretender Institutsleiter, wurde 1958 aus dem Dienst am Domspatzen-Gymnasium entfernt. Der andere Geistliche war wenige Monate auch Internatsleiter, er soll 1971 verurteilt worden sein.
Die Regensburger Diözesanbeauftragte für sexuellen Missbrauch, Birgit Böhm, bat alle Betroffenen, sich zu melden. Neck berichtete über Jahrzehnte zurückliegende Fälle, "die im Prinzip bekannt waren" und zu Verurteilungen geführt hätten, allerdings fehlten dem Bistum Details.
Ratzinger hatte nach eigenen Angaben keine Kenntnis über die Missbrauchsfälle, obwohl sie teilweise in seine Amtszeit fielen. Ratzinger wollte zum Thema Missbrauch nicht weiter Stellung beziehen und verwies auf die zuständige Diözese Regensburg.
Direktor war "ausgewiesener Sadist"
Ein ehemaliger Schüler berichtete von "schweren körperlichen Misshandlungen, schweren seelischen Misshandlungen und sexuellen Übergriffen" Mitte der 1950er bis Mitte der 1960er Jahre. Besonders brutal soll der Leiter der früheren Domspatzen-Vorschule in Etterzhausen bei Regensburg zugeschlagen haben, sagte ein Ex-Domspatz, der namentlich nicht genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur dpa.
"Der Direktor dort war ein ausgewiesener Sadist, der geprügelt hat noch und noch", berichtete der heutige Arzt. Manche Kinder hätten vor Angst in die Hose gemacht. "Das hatte zur Folge, dass noch stärkere Prügelstrafen erfolgten."
Schon 18 BistĂĽmer betroffen
In Deutschland werden seit Jahresbeginn immer mehr Fälle von sexuellem Missbrauch durch katholische Laien, Priester und Ordensleute bekannt. Die zum Teil mehrere Jahrzehnte zurückliegenden Verdachtsfälle betreffen inzwischen 18 der 27 Bistümer.
Weitere Ermittlungen gibt es derzeit in Hessen, wo neue Vorwürfe gegen einen Priester in der Nähe von Marburg bekannt geworden sind. Im Bistum Limburg wurde wie jetzt bekanntwurde Mitte Februar ein Geistlicher suspendiert, der in den vergangenen 15 bis 20 Jahren mehrfach Kinder missbraucht haben soll.

Aber bei uns in Österreich passiert ja solches nicht, zumindest so lange die "Ombudsstellen" Kardinal Schönborns diese Verbrechen vertuschen nicht!!

Es ist im übrigen eine Lüge und dreiste Schutzbehauptung diese Verbrechen wären nur früher passiert, massive Kinderschändungen fanden und finden in katholischen Einrichtungen bis zum heutigen Tag statt!

Man führe Kardinal Schönborn dem Untersuchungsrichter vor, und untersuche und durchsuche die Ombudsstellen und die Schulbrüder!!


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Re: Kindesmissbrauch und kein Ende beim Klerus

Beitragvon caddy40 » Fr 05 Mär, 2010 20:04

Es muß doch allen klar sein, das Pädophile und Flagellanten in so einer Arbeit (Kindererziehung) das Paradies sehen.
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Re: Kindesmissbrauch und kein Ende beim Klerus

Beitragvon Ferenc » Fr 05 Mär, 2010 21:36

Es wird ja immer bunter!


Sex-Skandal im Vatikan: Hoher Beamter verwickelt

Der Vatikan steht im Mittelpunkt eines Sexskandals: Ein Chorsänger aus dem Petersdom soll männliche Prostituierte vermittelt haben. Zu seinen Klienten gehörte offenbar auch ein hoher Staatsbeamter, der sich im direkten Umfeld von Papst Benedikt XVI. bewegte. Das berichteten italienische Zeitungen in den vergangenen Tagen und "Spiegel Online" am Freitag. Sie veröffentlichten auch Mitschnitte aus delikaten Telefonaten.

Der in Rom lebende Nigerianer Chinedu Thomas Ehiem (40), ein Chorsänger des Vatikans, hatte dem hohen italienischen Staatsbeamten Angelo Balducci gegen Geld junge männlich Prostituierte vermittelt. Am Mittwoch hatte die italienische Tageszeitung "La Repubblica" erstmals darüber berichtet. Auch andere Zeitungen zitierten aus Tonbändern, die der Polizei vorliegen und auf denen zu hören ist, wie die beiden Männer am Telefon ihre Geschäfte abwickelten.

Ehiem sagte dabei unter anderem: "Ich habe da einen aus Neapel, einen Kubaner, einen Deutschen, gerade aus Deutschland eingetroffen, zwei Schwarze, einen Fußballer, einen Tänzer der RAI", heißt es laut der Tageszeitung "Libero" in einem Mitschnitt. Auch Priester-Seminaristen sollen zu den jungen Männern gehört haben, die Ehiem an Balducci weiterreichte. In einem Gespräch kommt die Frage auf, wann denn der Jüngling "wieder im Seminar" sein müsse.

Welch ein Puff! :lol: :lol: :lol: :lol:

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Re: Kindesmissbrauch und kein Ende beim Klerus

Beitragvon Ferenc » Sa 06 Mär, 2010 6:41

Ich frage mich, ich frage die Bürger dieses Landes, ich frage die österreichiche Justiz, ich frage die österreichische Regierung:

Durchschaut in diesem Land denn niemand den ungeheuer dreisten Bluff, das genau jene Organisation welche bisher nach Kräften die Sexualverbrechen ihrer Dienstnehmer/Kleriker, an Kindern vertuscht hat, sich plötzlich als Aufdecker jener Verbrechen aufzuspielen versucht! Die katholische Kirche hat bisher nach Kräften die Verbrechen ihrer Kleriker vertuscht, und eben diese Organisation will sich heute plötzlich als befugter Aufdecker dieser Verbrechen aufspielen?? Ja ist denn dieses Land, seine Bürger, seine Justiz, seine politischen Parteien in geistige Umnachtung verfallen?

Ein derartig perfides Ansinnnen ist ja bereits der Versuch die Aufdeckung dieser Verbrechen aufs neue zu verhindern, zu verschleiern, zu vertuschen, der Beurteilung der Justiz zu entziehen!!

Ist dies Land eigentlich noch ein Rechtsstaat, oder eine Versammlung willenloser einfältig blinder Individuen, der Frechheit und Willkür von Verbrechern ausgeliefert?



Wer in diesem Land noch ein Gewissen hat, und noch nicht in völlige geistig moralische Erstarrung verfallen ist, der möge in der Öffentlichkeit, bei den politischen Parteien, bei der Justiz, bei der Regierung, gegen dieses ungeheuerlich dreiste Ansinnen neuerlicher verschleierter Verbrechensvertuschung protestieren!



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Re: Kindesmissbrauch und kein Ende beim Klerus

Beitragvon Observer » Sa 06 Mär, 2010 11:55

[...]In Deutschland werden seit Jahresbeginn immer mehr Fälle von sexuellem Missbrauch durch katholische Laien, Priester und Ordensleute bekannt. Die zum Teil mehrere Jahrzehnte zurückliegenden Verdachtsfälle betreffen inzwischen 18 der 27 Bistümer .


http://kurier.at/nachrichten/1983541.php
Bundeskanzler Werner Faymann: "Strache ist ein Hassprediger"
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Re: Kindesmissbrauch und kein Ende beim Klerus

Beitragvon Ferenc » Sa 06 Mär, 2010 18:03

Observer hat geschrieben:
[...]In Deutschland werden seit Jahresbeginn immer mehr Fälle von sexuellem Missbrauch durch katholische Laien, Priester und Ordensleute bekannt. Die zum Teil mehrere Jahrzehnte zurückliegenden Verdachtsfälle betreffen inzwischen 18 der 27 Bistümer .


http://kurier.at/nachrichten/1983541.php



Es geht auch anders!


In dem sich ausweitenden Missbrauchsskandal der katholischen Kirche hat Bayerns Justizminister Merk/CSU von der Kirche eine engere Zusammenarbeit mit der Justiz verlangt. Sollte sich herausstellen, dass der Staatsanwaltschaft Verdachtsfälle von Kindesmissbrauch verschwiegen worden seien, werde das Verhältnis von Staat und Kirche beschädigt, sagte Merk der „Süddeutschen Zeitung“
Die Kirche müsse bei entsprechenden Hinweisen sofort die Behörden einschalten!
Merk forderte zudem die Verjährungsfrist auf 30 Jahre zu erweitern.


Wie man sieht geht es auch anders, in Bayern lässt sich der Staat nicht wie in Österreich von einer seine klerikalem Kinderschänder schützenden Kirche zu einem Statisten degradieren, sondern erklärt der Kirche unmissverständlich was Rechtsgrundlage und Staatsbürgerpflicht bei derartigen Verbrechen ist.

Nicht so in Österreich, hier ruft ein Kardinal Schönborn in unnachahmlicher Dreistheit unter den Augen des Staates dazu auf, das sich Missbrauchsopfer an den bisherigen Vertuscher der Kinderschändungen, und Dienstherren der Kinderschänder, die katholische Kirche zu wenden hätten.

Ein Ansinnen wie es perverser nicht sein kann, und ein Staat der nimmt er diese dreiste RechtsanmaĂźung unwidersprochen hin, sich selber zu einem Hampelmann degradiert.

Ich frage also, wie lange will der österreichische Staat noch zusehen, wie die katholische Kirche dreist unter den Augen der Justiz unter dem Mäntelchen Recht schaffen zu wollen, abermals Verbrechensvertuschung betreibt, und den Staat und seine Justiz zu einem Statisten degradiert.

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Re: Kindesmissbrauch und kein Ende beim Klerus

Beitragvon Querulator » Sa 06 Mär, 2010 23:21

Sexueller Missbrauch von Schülern ist übrigens keine ausgesprochene Spezialität katholischer Institutionen, wie man hier nachlesen kann: --> Reformschule räumt Missbrauch von Schülern größeren Ausmaßes ein. Allerdings betreibt die katholische Kirche besonders viele Schulen, und wenn gerade sie als strenge Hüterin der Seualmoral derlei duldet, ist Empörung umso mehr gerechtfertigt.

Es ist wie ĂĽberall: "Gelegenheit macht Diebe."

Es sollte nicht überraschen, wenn Menschen mit pädophiler Neigung Berufe im Schulbereich anstreben. Eine Nadel im Heuhaufen fällt dort leichter auf als ein Grashalm.
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Re: Kindesmissbrauch und kein Ende beim Klerus

Beitragvon HappyVienna » Sa 06 Mär, 2010 23:29

Man sollte aus aktuellem Anlass einen neuen Thread zu diesem Thema eröffnen, der mit einer Zusammenfassung der früheren und aktuellen Verfehlungen beginnt! Nur meine persönliche Meinung, ob es die Moderation auch so sieht, kann ich natürlich nicht beurteilen.
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Re: Kindesmissbrauch und kein Ende beim Klerus

Beitragvon Ferenc » So 07 Mär, 2010 9:34

Querulator hat geschrieben:Sexueller Missbrauch von Schülern ist übrigens keine ausgesprochene Spezialität katholischer Institutionen, wie man hier nachlesen kann: --> Reformschule räumt Missbrauch von Schülern größeren Ausmaßes ein. Allerdings betreibt die katholische Kirche besonders viele Schulen, und wenn gerade sie als strenge Hüterin der Seualmoral derlei duldet, ist Empörung umso mehr gerechtfertigt.

Es ist wie ĂĽberall: "Gelegenheit macht Diebe."

Es sollte nicht überraschen, wenn Menschen mit pädophiler Neigung Berufe im Schulbereich anstreben. Eine Nadel im Heuhaufen fällt dort leichter auf als ein Grashalm.


Das mag schon stimmen, nur die Ausfluchtargumentation als welche jetzt die Kirche diese Tatsache benutzen will ist absurd.

In Österreich gibt es ca 3 Millionen Erwachsene welche rein theoretisch in Frage kämen, und nicht einmal 30 000 Pfaffen, natürlich muss es da zwangsläufig immer wesentlich mehr "private" Sexualverbrechen an Kindern geben!

Außerdem ist der Hinweis auf privaten Missbrauch mit dem sich die Kirche glaubt aus der Bredouille retten zu können absurd und gänzlich verlogen, oeder stellt der Hinweis eines des Kindesmissbrauches überführten er wäre nicht der erste und einzige Kinderschänder einen Strafmilderungsgrund dar?

Vor allem der Unterschied ist der, der katholische Kleriker ist der Berufsstand mit dem mit Abstand höchsten Anteil an Kinderschändern, selbst in kritischen Kirchenkreisen spricht man bereits von einer Epidemie und flächendeckenden kircheninternen Missbrauchsstrukturen.

Und gleiches kann man wohl von keinem ähnlichen Beruf und seinen Institutionen behaupten.

Es ist einfach ein vollkommen gravierender, vor allem ein quantitativer Unterschied zwischen der "Gelegenheit welche Diebe macht" und den in der katholischen Kirche systematisch und epidemisch vorkommenden Kinderschändungen.

Auch mag es stimmen das Menschen mit einschlägigen Neigungen Berufe wählen welche ihnen das Ausleben ihrer Perversionen erleichtern, darum werden ja auch so viele Kinderschänder Pfaffen, sie wissen das sie den Schutz der Kirche und deren Vertuschungsmechanismen genießen.

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Re: Kindesmissbrauch und kein Ende beim Klerus

Beitragvon Ferenc » So 07 Mär, 2010 17:21

Was wusste der Papst? (Auszug aus SĂĽddeutsche Zeitung)
Vatikan-Behörde unter seiner Leitung verdonnerte Bischöfe zum Schweigen

Papst Benedikt XVI.: Wusste Joseph Ratzinger von den Vorfällen im Canisius-Kolleg?
Berlin - Sex-Skandal am Canisius-Kolleg: Schon 1992 wusste der Vatikan davon. Auch Kardinal Joseph Ratzinger? Der heutige Papst war damals Chef einer Vatikanbehörde, die sich auch mit Missbrauchs-Fällen beschäftigt.

20 Kinder, die zwei Patres am Canisius-Kolleg sexuell missbrauchten: Einer der Täter, Jesuiten-Pater Wolfgang St., gestand seine Taten bei seinem Priester-Austritt in einem Fragebogen. Das Papier ging 1992 nach Rom. Empfänger war dort die Zentralbehörde im Vatikan, die u. a. über Priesteraustritte entscheidet und in der man mit Sicherheit die Zeilen von Pater St. gelesen hat. Auch eine andere Vatikanstelle dürfte sich damals für diese Zeilen interessiert haben – die Kongregation für Glaubensfragen.

Diese Behörde, die die Glaubens- und Sittenlehre der katholischen Kirche schützen soll, leitete Kardinal Ratzinger von 1981 bis zu seiner Papst-Wahl (2005). Es ist die Behörde, die 1962 alle Bischöfe anwies: Sexuelle Missbrauchsfälle durch Priester unterstehen der Geheimhaltung. Diese Anordnung wurde 2001 noch von Ratzinger verschärft: Kirchliche Unterlagen dürfen nicht den Strafverfolgungsbehörden übergeben werden, schrieb er den Bischöfen. Bei Verstoß drohe der Ausstoß aus der Kirche.

Welch ein LĂĽgenbeutel dieser Ratzinger doch ist, ein LĂĽgenbeutel und Vertuscher von Sexualverbrechen!


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