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Die überfällige Auflösung d. sogenannten Verfassungsschutzes

Interessante Diskussionen über die deutsche Innenpolitik.

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Die überfällige Auflösung d. sogenannten Verfassungsschutzes

Beitragvon Feyd_Rautha » Di 15 Nov, 2011 19:21

Die überfällige Auflösung des sogenannten Verfassungsschutzes

(1)

In den Jahren 1990 ff wurde von den linken Demokraten in Deutschland mehrfach die Auflösung des sogenannten Verfassungsschutzes aufs politische Tapet gebracht.

Denn schon damals war allen einsichtigen Menschen klar, daß diese Organisation nichts aber auch wirklich nichts mit dem Schutz der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland zu tun hatte - ganz im Gegenteil.

Die Nomenklatura des sogenannten Verfassungsschutzes war wie die Nomenklatura des AA ein Sammelbecken des rechten und reaktionären politischen Sumpfes in Deutschland.

Der sogenannte Verfassungsschutzes war in der Bundesrepublik Deutschland die hiesige StaSi, beschäftigt vor allem damit die alt- wie neobraune Szene zu fördern und die Linken zu verfolgen.



Ein System, das das Problem, über das es informieren will, selbst erschafft, ist absurd
Burkhard Schröder 28.01.2002
Fördert der Verfassungsschutz die von ihm durch V-Leute überwachte rechte Szene?
Was bleibt übrig von den Neonazis, wenn man alle diejenigen entfernte, die in diesem Milieu im Auftrag des Verfassungsschutzes arbeiten? Wie ernst darf man politisch eine Szene nehmen, deren aktiven Kader von den Steuergeldern der braven Bürger unterhalten, ja erst motiviert werden? Fragen, die schon seit zwanzig Jahren - nach unzähligen Skandalen der dubiosen Behörde - immer wieder gestellt und nie beantwortet werden.

...

Thüringer Bürgerrechtler schrieben 2000 unter der Überschrift "Wer schützt uns vor dem Verfassungsschutz?":

"Der sogenannte 'Konsens der Demokraten' als Gründungsmythos der BRD, der nach 89 nicht zuletzt durch die Neue Rechte eine erneute Renovierung als 'antitotalitärer Konsens' erfahren hat, beruht auf der Analogiekonstruktion links=rechts und der damit einhergehenden Entpolitisierung. Der Blick auf die Extreme am Rand des gedachten politischen Spektrums ermöglicht erst die strukturelle Position der (ideologiefreien) politischen Mitte...Damit wird der Blick auf den 'Extremismus der Mitte' (undemokratische Positionen innerhalb der Mitte) verdunkelt. Die Politik der selbsternannten Demokraten wird der kritischen Auseinandersetzung entzogen, indem die Extremismustheorie die politische Mitte mit einem Verfassungsideal gleichzusetzen hilft, das sie nicht erfüllt."

...

Daraus folgt: Politiker, die sich öffentlich vor einer "durchrassten Gesellschaft" fürchten (Edmund Stoiber) oder eine völkische Definition der deutschen Nation vertreten (Wolfgang Schäuble: "Wir schöpfen unsere Identität nicht aus dem Bekenntnis zu einer Idee, sondern aus der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Volk"), sind per definitonem sakrosankt, weil nicht "extrem". Der Verfassungsschutz liefert Politikern die Theorie, das Thema "gegen rechts" ständig zu verfehlen: Nicht der nationale Diskurs wird bekämpft, nicht rassistische Vorurteile, nicht das "ius sanguinis", das immer noch gültige antiquierte Bluts- und Abstammungsrecht als Basis völkischer Ideen und der fiktiven deutschen "kulturellen Identität" und "Leitkultur", sondern der "Extremismus".

Wer "Extremismus" sagt, braucht daher den Verfassungsschutz, obwohl es in den letzten drei Jahrzehnten genug Gründe gab, das Amt abzuschaffen

...

Ein System, das das Problem, über das es informieren will, selbst erschafft, ist absurd. Ein guter Informant ist jemand, der in der jeweiligen Organisation gute Arbeit in deren Sinne leistet. Ein guter Nazi ist ein guter Informant. Jeder Spitzel wird bestrebt sein, mehr und bessere Informationen zu liefen - und kann das nur tun, indem er andere für seine Sache wirbt und sie damit vorantreibt. Das Spitzelsystem fördert sie Subkultur, die ausgespäht werden soll. Die per Gesetz definierte Aufgabe des Verfassungsschutzes, in Konkurrenz zu den Medien die Gesellschaft über ihre Feinde zu informieren, ist unlösbar - wie in der Quantenphysik: Ab einem bestimmten Punkt ist es unmöglich, ein Objekt zu beobachten, ohne es durch den Akt des Beobachters zu beeinflussen.

Der römische Staatsmann Marcus Porcius Cato soll seine alle Reden vor dem römischen Senat mit den Worten beschlossen haben: "Im übrigen stelle ich den Antrag, Karthago zu zerstören". Irgendwann folgte man ihm. Ceterum censeo: Verfassungsschutz esse delendam.



http://www.heise.de/tp/artikel/11/11682/1.html

Der sogenannte Verfassungsschutz ist nicht mehr und nicht weniger als eine demokratie- und verfassungsfeindliche Organisation, eine bundesdeutsche StaSi übelster Provenienz.


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Re: Die überfällige Auflösung d. sogenannten Verfassungsschutzes

Beitragvon temotshin » Di 15 Nov, 2011 19:57

Den Verfassungsschutz allein mit der StaSi gleichzusetzen zeigt, dass sie sich sachlich gar nicht damit auseinandersetzen wollen. Wieso beschweren sie sich nicht über eine Wirtschaftsspionage des BND? Berechtigte Kritik. AM Verfassungsschutz wird kritisiert, dass er unfähig ist, es aber mit der StaSi gleichzusetzen, zeigt ihren unwillen zu diskutieren und zu debattieren. Ist also für ein Forum unwürdig.
Der Staat hat nicht die Aufgabe seine Bürger zu bessern.

Deutsches Verfassungsgericht 1967
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Re: Die überfällige Auflösung d. sogenannten Verfassungsschutzes

Beitragvon Feyd_Rautha » Di 15 Nov, 2011 20:25

Die überfällige Auflösung des sogenannten Verfassungsschutzes

(2)


Weitere Informationen zur braunen Kloake im sogenannten Verfassungsschutz:



Brüder im Geiste
Von Markus Bernhardt

Neue Enthüllungen über die vom neofaschistischen Terrornetzwerk »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) verübten Bombenanschläge und Morde stürzen die bundesdeutschen Verfassungsschutzämter in die größte Krise seit ihrer Gründung.

Ein hauptamtlicher Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes war am 21.April 2006 kurzzeitig unter Mordverdacht festgenommen worden, weil er nur eine Minute vor dem am 6.April 2006 verübten Mord an Halit Yozgat, den damaligen Tatort, ein Kasseler Internetcafé, mit einer Plastiktüte in der Hand verlassen hatte. Anhand von DNS-Material hatten ihn die Ermittler ausfindig machen können. Bei einer Hausdurchsuchung war u.a. Literatur über Serienmorde gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft Kassel stellte aber das Ermittlungsverfahren im Januar 2007 ein.

Im Anschluß an die Sitzung des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKG) des Bundestages berichtete dessen Vorsitzender Thomas Oppermann (SPD) nun am Dienstag, der Mann sei nach wie vor Mitarbeiter des Landes und arbeite »im Augenblick bei der Bezirksregierung in Hessen«. Oppermann verwies zudem darauf, daß »dieser Mann eine offenkundig stark rechte Gesinnung« habe. Tatsächlich ist der Betreffende laut Medienberichten in seinem nordhessischen Heimatort Hofgeismar unter dem Spitznamen »kleiner Adolf« bekannt und gilt dort als Waffennarr. Bild hatte zuvor berichtet, er solle sich bei sechs der neun »Döner-Morde« in der Nähe des Tatortes aufgehalten und am 6. April 2006 sogar im Internetcafé während des Mordes gesessen haben. Das hessische Landesamt für Verfassungsschutz hüllte sich am Dienstag in Schweigen.

Nach dem am Sonntag nahe Hannover festgenommenen mutmaßlichen »NSU«-Mitglied Holger Gerlach wurde außerdem ein weiterer Unterstützer der neofaschistischen Terrorbande ausgemacht. Der in Johanngeorgenstadt lebende Mann soll in zwei Fällen für die jetzt in Untersuchungshaft sitzende Beate Zschäpe Wohnungen in Zwickau angemietet haben.

...



http://www.jungewelt.de/2011/11-16/056.php


Wenn mensch sich überlegt, daß in letzter Konsequenz die vielen Morde und unzähligen Verbrechen der Alt- und Neonazis seit knapp 40 Jahren aus Steuermitteln via sogenannter Verfassungsschutz überhaupt erst ermöglicht wurden, nun, da müßte eigentlich sogar der politisch Dümmste ins Grübeln kommen!


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Re: Die überfällige Auflösung d. sogenannten Verfassungsschutzes

Beitragvon Nestor » Mi 16 Nov, 2011 8:29

Wenn man den Verfassungsschutz auflöst, dann haben ja die Neonazis ja keine Jobs mehr! Die müssen ja auch von was leben :wink:
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Re: Die überfällige Auflösung d. sogenannten Verfassungsschutzes

Beitragvon Feyd_Rautha » Mi 16 Nov, 2011 10:27

Die überfällige Auflösung des sogenannten Verfassungsschutzes

(3)


Es kommt noch schärfer. Geriet ich doch aus Neugier gestern abend ins Magazin FAKT ...

sonst von mir vernachlässigt, da die dortigen Beiträge in der Regel strrramm gegen Links geimpft sind und sich nicht gerade durch kritische Aufklärung betreff Politik und Ökonomie bzw. Politik mit & durch Ökonomie auszeichnen.

Ich traute meine Ohren nicht, richtiges Hinterfragen und Aufzeigen der Verquickungen des Nazisumpfes mit dem sogenannten Verfassungsschutz in den südlichen neuen Bundesländern Ostdeutschlands ... aber holla sagte ich mir, wenn schon FAKT des mdr eine spitze Zunge wie Feyd-Rautha in seinen "milden" Tagen hat, dann muß die Kacke aber mächtig am Dampfen sein.

Guckst Du hier:

http://www.mdr.de/fakt/zwickauer-trio11 ... 7184e.html

Der Verfassungsschutz operiert[e] wie bekannt: Er hegte und pflegte die Terroristen und Mörder via Duldung & V-Leute ... es floß Staatsknete via V-Leute zum Auf- und Ausbau der terroristischen Neonaziorganisationen in den neuen Bundesländern!

Und, mensch glaubt es kaum: Neonazipropagandamaterial kam staatlicherseits zugelassen und ideologisch mit einer Pseudolegitimation versehen als sogenanntes Unterrichts- bzw. Informationsmaterial (!) in die Schulen.

Und deren Ungeheuerlichkeiten mehr - ich empfehle den Stream/die Wiederholung zu sehen!

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Re: Die überfällige Auflösung d. sogenannten Verfassungsschutzes

Beitragvon Feyd_Rautha » Mi 16 Nov, 2011 14:44

Die überfällige Auflösung des sogenannten Verfassungsschutzes

(4)


Nun lassen die in jeder Hinsicht (materiell wie ideell) journalistisch heruntergekommenen Intendanten/Intendantinnen der Öffentlich-Rechtlichen hinter den Kulissen wohl die Gleichschaltungs-, Geschichtsklitterungs- und Lügenpeitsche knallen. Seit heute laufen in nur medienkoordinierter Propaganda zu nennendem Gehabe die jahrzehntelangen (!) politischen Verbrechen des sogenannten Verfassungsschutzes in der Bundesrepublik unter - mensch höre und staune - "erst als seit wenigen Jahren existierende Pannen" untergeordneter Knallschargen des Dienstes.

Da würde selbst ein Julius Streicher vor Neid erblassen!

Vor etlichen Jahren hat genau das Bundesverfassungsgericht das Gegenteil bewiesen: Es verwies darauf, daß ob des jahrzehntelangen V-Leutetums (und der durch die V-Leute finanzierten und angestifteten Verbrechen) des sogenannten Verfassungsschutzes sich das BVG sich außerstande sieht hieb- und stichfest vorzugehen.

Der nicht ausgesprochene Satz dahinter: Wenn die NPD auf die Anklagebank kommt - kommt automatisch auch der sogenannte Verfassungsschutz mit vors BVG.

Der Rest war Schweigen und ein noch schlimmerer und noch verfassungswidrigerer Kurs des sogenannten Verfassungsschutzes!


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Re: Die überfällige Auflösung d. sogenannten Verfassungsschutzes

Beitragvon Feyd_Rautha » Do 17 Nov, 2011 20:45

Die überfällige Auflösung des sogenannten Verfassungsschutzes

(5)


Ja da schau her:



Verbotsverfahren gegen Thüringer Verfassungsschutz könnte an V-Leuten scheitern
Mittwoch, 16. November 2011

Erfurt (dpo) - Es ist eine Organisation, die außerhalb von Recht und Ordnung agiert, zahlreiche NPD-Funktionäre finanziert und in nicht unerheblichem Maße in die Mordserie der sogenannten Zwickauer Zelle verstrickt ist. Und doch sieht derzeit alles danach aus, als könnte ein Verbotsverfahren gegen den Thüringer Verfassungsschutz, daran scheitern, dass die Behörde mit zu vielen vom Verfassungsschutz bezahlten V-Leuten durchsetzt ist.
Von V-Leuten durchsetzt: TLfV in Erfurt
"Bevor wir ein Verbotsverfahren gegen den Thüringer Verfassungsschutz initiieren können, müssten alle V-Leute, die auf der Gehaltsliste des Verfassungsschutzes stehen, aus dieser Behörde abgezogen werden", erklärte Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU). "Da dies ausnahmslos alle 97 hauptamtlichen Mitarbeiter des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz betrifft, hätten wir anschließend jedoch keinerlei Informationen mehr über die gefährlichen Umtriebe des Dienstes." Dieses Risiko einzugehen, sei Friedrich jedoch nicht bereit.

...



http://www.der-postillon.com/2011/11/ve ... inger.html

Und zur Ergänzung:



Mordserie schürt Zweifel an sonst eigentlich sympathischen Nazis
Montag, 14. November 2011

Zwickau (dpo) - Ist jetzt das gute Image des Nationalsozialismus futsch? Nachdem Nazis jahrzehntelang als freundliche, zuvorkommende und sympathische Zeitgenossen galten, lassen die zehn Morde des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) erste Zweifel an der bislang als harmlos eingestuften Ideologie aufkommen.
Wirken auf den ersten Blick eher nett: Nazis
"Dass Islamisten gefährlich sind und Linksextremisten Autos anzünden, war uns bekannt", erklärte Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) heute bei einer Pressekonferenz. "Aber dass ausgerechnet Nazis imstande sind, Gewalttaten bis hin zum Mord zu verüben, damit konnte nun wirklich niemand rechnen."
Friedrich, der noch Ende Juli, nach den verheerenden Anschlägen des Rechtsextremisten Anders Behring Breivik in Norwegen, erklärt hatte, es gebe keine Hinweise auf rechtsterroristische Aktivitäten in Deutschland, erklärte das Versagen der Behörden außerdem damit, dass aus der deutschen Geschichte keine weiteren Beispiele von rechter Gewalt bekannt seien.
Gab's noch nie: Nazis morden in Deutschland
Auch Familienministerin Kristina Schröder (CDU) ist immer noch perplex: "Ich habe den Nazis so sehr vertraut, dass ich den Etat, der vornehmlich zur Bekämpfung von Rechtsextremismus dient, erst kürzlich um zwei Millionen gekürzt habe. Wer konnte ahnen, dass unter Nazis Ausländerfeindlichkeit verbreitet ist?

...



http://www.der-postillon.com/2011/11/zw ... sonst.html


Nur eine unbescheidene Frage: Was ist eine Regierung eigentlich wert, die solch einfältige Gestalten wie Friedrich'n'Schröder von der krudesten Hinterbank der Rechtsparteien CDU/CSU zu Ministern macht???


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Re: Die überfällige Auflösung d. sogenannten Verfassungsschutzes

Beitragvon Feyd_Rautha » Do 17 Nov, 2011 21:13

Die überfällige Auflösung des sogenannten Verfassungsschutzes

(6)


Zur Verfassungsfeindlichkeit und zur organisierten Kriminalität des sogenannten Verfassungsschutzes zum Schaden der BürgerInnen der Bundesrepublik Deutschland guckst du hier:



Dubiose Machenschaften des Verfassungsschutzes sind nichts Neues
V-Männer des Verfassungsschutzes sind nicht nur in der Neonazi-Szene in zweifelhaften Rollen aufgefallen

Deutschland erlebt momentan einen seiner größten Geheimdienstskandale seiner Geschichte. Die politischen Verantwortlichen sind um Schadensbegrenzung bemüht. Es ist aber fraglich, ob sie das Vertrauen der Bürger in die Institutionen wieder herstellen können. Einige Politiker faseln - wie immer wenn es um Terror geht - von der Vorratsdatenspeicherung und einem NPD-Verbot. Es ist die übliche Pawlowsche Reaktion, die man immer wieder zu hören bekommt, wenn es etwa um den islamistischen Terrorismus geht.

Die Richtung, die die derzeitige Debatte um den Verfassungsschutz nimmt, führt aber an der eigentlichen Problematik vorbei. Schon werden der Öffentlichkeit Bauernopfer in Form einiger zwielichtiger Beamten beim Verfassungsschutz geliefert, deren Fehlverhalten und bedenkliche Gesinnung zu diesem Supergau geführt habe. Das Grundproblem liegt aber woanders.

Denn V-Männer des Verfassungsschutzes spielen nicht nur in der Neonazi-Szene eine dubiose Rolle. Wenn wir uns die spektakulären Fälle "islamistischer Zellen" in den letzten Jahren vergegenwärtigen, spielten V-Männer immer eine besondere Rolle.

V-Männer in Islamistenszenen

Der Mentor der Sauerland-Gruppe etwa war ein gewisser Yehia Yousif, der mittlerweile in Saudi-Arabien lebt und eine Schlüsselrolle in der Radikalisierung der Mitglieder dieser Gruppe spielte. Yehia Yousif war zwischen 1995 bis 2002 im Dienste des baden-württembergischen Verfassungsschutzes. Interessant ist, dass bei einer Hausdurchsuchung in der Wohnung von Yehia Yousifs Sohn, Omar Yousif, Unterlagen für die Herstellung des Flüssigsprengstoffs TATP gefunden wurden, mit dem später die Sauerland-Gruppe auf dilettantische Weise experimentiert hatte. Seltsamerweise wurde sowohl gegen Yehia Yousif als auch seinen Sohn kein Auslieferungsantrag gestellt, nachdem sie sich 2004 nach Saudi-Arabien abgesetzt hatten.

Wieso wird in den Mainstream-Medien bisher die Rolle des Hasspredigers Yousif, der gleichzeitig auch Informant des Verfassungsschutzes war, nicht hinterfragt?

...



http://www.heise.de/tp/blogs/8/150854

Wie im Text erwähnt ist es ein Skandal wie er nicht größer sein könnte, daß in der Bundesrepublik Deutschland der real existierende sogenannte Journalismus - bis auf kleine Ausnahmen - keinen Arsch in der Hose hat, das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland nicht einmal ansatzweise kennt und und Zivilcourage für ein Theaterstück von Brecht hält.

Die Zeit - nicht DIE ZEIT - des Journalismus in Deutschland, die einen Antidemokraten & Verfassungsfeind wie FJS ob seiner Verbrechen aus dem Amt hievten mutet an wie ein Märchen aus 1001 Nacht.


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Re: Die überfällige Auflösung d. sogenannten Verfassungsschutzes

Beitragvon wartl » Do 17 Nov, 2011 21:33

Wieso wird in den Mainstream-Medien bisher die Rolle des Hasspredigers Yousif, der gleichzeitig auch Informant des Verfassungsschutzes war, nicht hinterfragt?
Das Wort "Mainstream - Medien" ist gleichsam schon die Antwort auf die Frage. So stellte Rosa Luxemburg schon anno 1913 angesichts der Vorbereitungen zum 1. WK fest:
Im Rüstungssektor tritt “an Stelle einer großen Anzahl kleiner, zersplitteter und zeitlich auseinanderfallender Warennachfragen ... eine zur großen, einheitlichen kompakten Potenz zusammengefasste Nachfrage des Staates. ... In Gestalt der militaristischen Aufträge des Staates wird die zu einer gewaltigen Größe konzentrierte Kaufkraft... der Willkür, den subjektiven Schwankungen der persönlichen Konsumtion entrückt und mit einer fast automatischen Regelmäßigkeit, mit einem rhythmischen Wachstum begabt. Endlich befindet sich der Hebel dieser ... Kapitalakkumulation in der Hand des Kapitals selbst – durch den Apparat der parlamentarischen Gesetzgebung und des zur Herstellung der öffentlichen Meinung bestimmten Zeitungswesen.”
Ein Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung Dinge sieht, wie sie sind, statt wie sie sein sollten. Hierher rührt die skythische Gepflogenheit, eines Zynikers Augen auszureißen, um seine Wahrnehmung zu verbessern.
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Re: Die überfällige Auflösung d. sogenannten Verfassungsschutzes

Beitragvon Feyd_Rautha » Sa 19 Nov, 2011 15:23

Die überfällige Auflösung des sogenannten Verfassungsschutzes

(7)


Ein Zwischenruf in eigener Sachlichkeit:


...

Wie bedeutend ist die rechtsextreme Szene in Deutschland?

Man würde dramatisieren, wenn man aus den aktuellen Geschehnissen schliessen wollte, dass ein grosses Netz und die Gefahr der Machtergreifung durch rechte Terroristen existieren. Das würde ihrer wahren Bedeutung nicht gerecht. Aber ich halte eine andere Richtung des Rechtsextremismus ohnehin für viel gefährlicher.

Nämlich?

Den Rechtspopulismus. Der Anfang der Woche neu gewählte NPD-Vorsitzende Holger Apfel spricht jetzt von «seriöser Radikalität», was nur ein Kosename für besser getarnte Brutalität ist. Das sind einfach Neonazis in Nadelstreifen, die ihr Gedankengut viel massenhafter unters Volk bringen können, indem sie sich zur Mitte hin öffnen. Und das wiederum bildet den geistigen Nährboden für rechte Terroristen. Wir haben in Deutschland keine bedeutende rechtspopulistische Partei. Aber Gruppierungen wie Pro Köln, Pro Deutschland und auch die Partei Die Freiheit können zu einer solchen Gefahr werden. Die Wahl von Holger Apfel ist für mich ein Indiz dafür, dass sich auch die NPD scheinbar mässigt. Nicht, dass sie zu so etwas wie einer deutschen SVP mutieren könnte, aber die NPD wird versuchen, seriös zu erscheinen und salonfähig zu werden. Und das wird man natürlich nicht, indem man offen rechten Terrorismus unterstützt. Zwar distanziert man sich scharf davon, aber die Frage ist, was in den Hinterzimmern passiert. Bleiben die Kontakte zu den militanten Neo­nazigruppierungen, den sogenannten Freien Kameradschaften und den Autonomen Natio­nalisten bestehen? Ich glaube nicht, dass Apfel diese Verbindungen aufkünden, sondern weiter den Spagat versuchen wird: einerseits rechtspopulistisch zu argumentieren, sich als «Kümmererpartei» der sozial Vernachlässigten zu etablieren, und andererseits die militanten Neonazis weiter an sich zu binden

...



http://www.woz.ch/artikel/2011/nr46/int ... 21431.html

Die überfällige Auflösung des sogenannten Verfassungsschutzes und das Verbot der verfassungswidrigen NPD sind letzendlich nur die beiden Seiten der eine Medaille namens Wiederherstellung demokratischer Verhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland!


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